AMPYA: P7S1 greift Web-Radio Spotify an

Der TV-Konzern ProSiebenSat.1 hat mit AMPYA (soll wie das englische Wort Empire - Imperium - ausgesprochen werden) einen eigenen Musik-Streamingdienst gestartet. Solche Streamingdienste sind gerade in - der schwedische Dienst Spotify erfreut sich hierzulande immer größerer Beliebtheit, Apple startet ein iRadio. Da will P7S1 auch mitmischen und nimmt ein Online-Radio in seinem digitalen Gemischtwarenladen auf. AMPYA bietet zum Start über 20 Mio. Lieder, 57.000 Videos und 100.000 Sender.

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Man kann eigene Playlists anlegen und musikalische Vorlieben nach gusto über die üblichen sozialen Tools und Netzwerke teilen. Hinzu kommen redaktionelle Inhalte wie Rezensionen und musikalische Themen-Specials sowie Charts, Star-Profile und Song-Texte. Auf PR-Neudeutsch heißt das dann 360-Grad-Musik-Service.

Das Preismodell von AMPYA ist gestaffelt: Man kann einen Basis-Dienst inklusive Werbung gratis bekommen. Für 4,99 Euro pro Monat darf man Musik ohne Werbung hören und wer 9,99 Euro zahlt, kann auch auf mobilen Geräten – vor allem wohl Smartphones – und offline seiner Lieblingsmucke lauschen.

Das Preismodell entspricht damit ziemlich exakt dem von Spotify. Der Marktführer hat sich bereits ein cooles Image und eine breite Anhängerschaft erarbeitet. ProSiebenSat.1 betreibt mit MyVideo bereits eine Bewegtbild-Plattform im Internet. AMPYA bietet wohl darum als einziger Musik-Streamingdienst derzeit auch Musikvideos an. Ob das reicht, um Spotify das Wasser abzugraben, bleibt abzuwarten. Angeblich will Spotify in Kürze auch Videostreaming anbieten, und zwar nicht Musikvideos, sondern auch Filme und Serien. Und Apple steht mit seinem iRadio ebenfalls in den Startlöchern. Ob bei dieser Konkurrenz für AMPYA tatsächlich zum neuen Musik-Imperium aufsteigt, muss sich weisen.

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