US-Regierung sammelt weltweit Nutzerdaten

Wie die britische Zeitung The Guardian herausgefunden hat, sammelt der US-Geheimdienst National Security Agency (NSA) Daten von Nutzern amerikanischer Telefon- und Internetunternehmen wie Verizon, Google, Apple, Facebook, Mircosoft und Yahoo. Betroffen sind Nutzer weltweit. Die Regierung hat die Existenz des Überwachungsprogrammes mittlerweile bestätigt. Die betroffenen Firmen haben größtenteils bestritten, freiwillig mit dem Geheimdienst zu kooperieren - es bleiben aber Zweifel.

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Seit dem Anschlag vom 11. September 2001 wurde immer wieder über Abhörskandale der US-Regierung berichtet. Jetzt erreicht die Überwachungs-Wut eine neue Dimension. Mit dem Programm "Prism" hat der amerikanische Geheimdienst NSA die Server von Kommunikationsunternehmen angezapft und sich an Nutzer-Daten bedient.
Aus Unterlagen, die dem Guardian vorliegen, geht hervor, dass sämtliche Informationen wie E-Mails, Chat-Protokolle, Voice-Mails und Dokumente an den Staat übermittelt wurden. Die Überwachung habe international stattgefunden. Beim Abhören der Telefonleitungen seien aber auch nationale Gespräche überwacht worden.
Die betroffenen Konzerne beteuern, nichts von Informationsflüssen zur NSA gewusst zu haben. Ein Apple-Sprecher sagte gegenüber dem Guardian, man habe niemals etwas von der sogenannten "Prism"-Aktion gewusst. "Wir gewähren keiner staatlichen Behörde direkten Zugriff auf unsere Server." Bei Yahoo, Mircosoft und Google bekommt das Blatt ähnliche Antworten. Informationen seien nur auf richterliche Beschlüsse herausgegeben worden, heißt es. 
Anhand einer PowerPoint-Präsentation kann der Guardian allerdings belegen, dass man im Silicon Valley sehr wohl von Prism wusste. Auf den Slides sind die Logos der Firmen zu finden sowie eine detaillierte Erklärung des Überwachungsprogramms. Außerdem sind die Dementis der Firmen  wohl mit Absicht – durch die Bank schwammig formuliert und lassen Raum für Interpretationen. Was heißt schon "direkter" Zugriff auf den Server …
Obamas Geheimdienstdirekor, James Clapper, hat  die Existenz von Prism bestätigt, berichtet die New York Times . Sie zitiert, das Programm sei wichtig, denn die "Informationen, die damit gesammelt werden, gehören zu den entscheidensten und nützlichsten Geheimdienstinformationen, die wir haben, und sie werden verwendet, um unser Land vor einer großen Zahl von Bedrohungen zu schützen."

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