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OccupyGezi: bereits 14 verletzte Journalisten

Die andauernden Proteste in Istanbul bleiben auch nicht ohne Folgen für die Berichterstatter. Laut Reporter ohne Grenzen wurde bereits 14 Journalisten in Ausübung ihrer Tätigkeit verletzt - einige von ihnen schwer. Unter ihnen der Reuters-Fotograf Osman Orsal, der von einer Tränengas-Granate am Kopf getroffen und schwer verletzt wurde. Ein Fotograf der türkischen Zeitung Hürriyet, Selcuk Samiloglu, wurde von einer Gummikugel an der Hand und von einem weiteren Geschoss am Kopf verletzt.

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So seien Ismail Afacan von der Zeitung Günlük Evrensel, Onur Emre vom Blatt Sol, Mesut Ciftci und sein Kameramann Ismail Velioglu vom privaten Fernsehsender ATV sowie Olgu Kundakci von der Zeitung Birgün ebenfalls durch Tränengas, Gummigeschosse oder Wasserwerfer verletzt worden.
Einen Sol-Reporter, Fatos Kalacay, griffen Polizisten in Ankara an, während er über eine dortige Solidaritätsdemonstration für die Proteste in Istanbul berichtete. Ebenfalls zusammengeschlagen wurden Ugur Can von der Nachrichtenagentur Dogan und Tugba Tekerek von der Zeitung Taraf.
Die großen türkischen Medienhäuser einschließlich wichtiger Nachrichtensender hätten tagelang kaum über die Proteste berichtet. Schauspieler, Schriftsteller, Musiker und Intellektuelle hätten diese Haltung angeprangert, berichtet Reporter ohne Grenzen weiter. Namentlich wandten sie sich gegen die Berichterstattung der Fernsehsender NTV, CNN Türk, Haber Türk TV, Kanal D, ATV, Star TV, Show TV und TRT sowie der Zeitungen Star, Sabah und Haber Türk.
Die Türkei steht auf der ROG-Rangliste der Pressefreiheit auf Platz 154 von 179 Ländern. Auch vor den aktuellen Ereignissen auf dem Taksim-Platz ging die Polizei mit Gewalt gegen Journalisten vor, die über Demonstrationen berichten wollten. Generell herrscht ein Klima der Einschüchterung von Medien, in dem Hunderte Journalisten mit Gerichtsverfahren überzogen werden.

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