“Kebekus”: WDR dementiert Zensurvorwürfe

Kurz vor der Premiere der neuen Comedyshow “Kebekus” scheinen Carolin Kebekus und der ausstrahlende Sender EinsFestival zutiefst zerstritten: Während eines Auftritts bei “TV total” am Dienstag erklärte die Komikerin, dass man sich die Sendung nicht anschauen solle - Begründung: “völlig zerschnitten”. Die verantwortliche Produktionsfirma spricht sogar von Zensur. Der verantwortliche WDR dementiert diese Vorwürfe. Man bedauert die Äußerungen von Kebekus gegenüber Stefan Raab.

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“Den Vorwurf der Zensur können wir so nicht akzeptieren”, heißt es in einer Mitteilung des Senders. “Der WDR steht für Liberalität und Toleranz. Das bedeutet auch, die religiösen Überzeugungen der Bevölkerung zu achten und die Verunglimpfung religiöser Symbole in seinen Sendungen nicht zuzulassen. Dazu gibt es klare Regelungen im WDR-Gesetz.”
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Nach eingehender redaktioneller Diskussion und rechtlicher Prüfung hätte man entschieden, das Video, das ursprünglich Bestandteil der Show „Kebekus“ bei Einsfestival war, nicht auszustrahlen. Zur Begründung heißt es: “Es gibt einen erheblichen Unterschied zwischen Kritik an der Institution Kirche und der Verunglimpfung religiöser Symbole. Dies zu beachten, hat nichts damit zu tun, ob sich eine Sendung an ein jüngeres oder älteres Publikum richtet.”
Zuvor hatte die Ankündigung, dass der Sender den Kirchen-Rap in der aktuellen Version nicht zulässt, für Aufruhr gesorgt. Dass die Show auf dieser Basis weiterläuft, scheint zunehmend ungewiss. “Kebekus” ist vorerst nur als Pilotfolge geplant. “Unsere Türen bleiben jedenfalls geöffnet”, erklären die Kölner. Kebekus ließ bei Raab hingegen verlauten, dass wohl nicht weitergedreht würde. Die Folge, die EinsFestival am Mittwoch um 20.15 Uhr ausstrahlt, ist nach Meinung der Komikerin “völlig verstümmelt”. Die bräuchte man, so die Schauspielerin weiter, gar nicht zu schauen. Angst vor einer Aufkündigung weiterer gemeinsamer Projekt scheint Kebekus nicht zu haben: “Es wird wohl die letzte Sendung bleiben.” Auf Nachfrage von Raab erwiderte die 32-Jährige nur: “Och echt, das tut mir aber leid.”

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