Amazon will frische Lebensmittel anbieten

In Los Angeles rollen von der kommenden Woche an die AmazonFresh-Lieferwagen. Nach einer fünfjährigen Probephase in Seattle steht der Internet-Handelsriese vor einem großen Roll-out: Wie Reuters berichtet, liefert Amazon schon bald in großen US-Städten Lebensmittel ins Haus. Jeff Bezos setzt mit AmazonFresh seine schier unstillbare Expansionsstrategie fort. Amazon nimmt es nun mit Walmart, Target, WholeFoods und Co. auf - und hat vermutlich aus einer Pleite gelernt.

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Wenn der Postbote das nächste Mal klingelt, könnten frische Erdbeeren dabei sein. Das gilt zumindest für Einwohner von Los Angeles, die ab der kommenden Woche bei Amazon Lebensmittel bestellen können. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, wird der weltgrößte Online-Einzelhändler nach einer fünfjährigen Pilotphase im heimischen Seattle nun auch in anderen amerikanischen Großstädten mit der Auslieferung von frischen Lebensmitteln beginnen.  

Unter der Marke AmazonFresh steuert der zweitwertvollste Internetkonzern der Welt ab der kommenden Woche Haushalte in Los Angeles an, die mit frischen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, Eiern oder Fleisch beladen sind. San Francisco soll ebenfalls noch dieses Jahr beliefert werden, 20 weitere amerikanische Großstädte nächstes Jahr.

Webvan als mahnendes Beispiel

Amazon greift damit einen weiteren Markt von gigantischer Größe an. Mehr als 568 Milliarden Dollar seien im vergangenen Jahr durch Lebensmittelverkäufe umgesetzt worden, berichtet Reuters. Allerdings nimmt es Amazon dabei mit den Dickschiffen der amerikanischen Einzelhandelsbranche wie Walmart, Target, Whole Foods oder Safeway auf.

Aus der Boomzeit der Internet 1.0-Ära gibt es zudem mahnende Beispiele für den Online-Vertrieb von frischen Nahrungsmitteln. Webvan war in den späten 90er-Jahren mit einem ähnlichen Geschäftsmodell angetreten und 2001 furios gescheitert. Die Pleite galt seinerzeit als die größte der Dotcom-Blase. Webvans Restmasse wurde 2009 verkauft. Der Käufer: Amazon.

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