Apples iRadio setzt Pandora zu

Eine Woche noch: Dann startet Apples mit Spannung erwartete Entwicklerkonferenz WWDC. Nach 8 Monaten ohne Produktankündigung steigt der Druck: Apple müsste mal wieder etwas Neues vorstellen. Das könnte etwa das "iRadio" sein, über das seit Monaten spekuliert wird. Apple könnte so seinen in die Jahre gekommenen Download-Dienst iTunes gegen aufstrebende Streaming-Anbieter wie Spotify aufwerten. Der Internet-Radio-Anbieter Pandora bricht an der Börse bereits schwer ein.

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Eine Woche noch: Dann startet Apples mit Spannung erwartete Entwicklerkonferenz WWDC. Nach 8 Monaten ohne Produktankündigung steigt der Druck: Apple müsste mal wieder etwas Neues vorstellen. Das könnte etwa das "iRadio" sein, über das seit Monaten spekuliert wird. Apple könnte so seinen in die Jahre gekommenen Download-Dienst iTunes gegen aufstrebende Streaming-Anbieter wie Spotify aufwerten. Der Internet-Radio-Anbieter Pandora bricht an der Börse bereits schwer ein.   

230 Tage. So lange wird es nächsten Montag tatsächlich her sein, dass Apple eine Keynote zu Produktneuheiten hält – das letzte Mal war es Ende Oktober so weit, als Marketingchef Phil Schiller das iPad mini und neue iMacs vorstellte. Nächsten Montag ist es nun wieder so weit: Apple lädt zur Keynote.

Doch die Erwartungshaltung ist begrenzt, schließlich wird Apple doch nur die turnusmäßige Entwicklermesse WWDC eröffnen, auf der traditionell neue Software vorgestellt wird. Vielleicht können sich iOS-Nutzer aber auch über ein besonderes Service-Angebot freuen.

Streaming-Angebote lassen iTunes antiquiert aussehen

Wie das Wall Street Journal und Bloomberg berichten, könnte der Launch des lang erwarteten Streaming-Angebots "iRadio" bevorstehen, das den in die Jahre gekommenen Download-Dienst iTunes ergänzen könnte. Bereits seit 10 Jahren betreibt Apple den iTunes Store, der die Musikindustrie revolutionierte.

Bis heute erfreut sich die Division bemerkenswerter Zuwächse, wird jedoch von Streaming-Anbietern wie Spotify, die gegen Abogebühren unbeschränkten Zugriff auf ihr Musikangebot anbieten, unter Druck gesetzt. Vor zwei Wochen zog auch Google mit seinem Streaming-Angebot Google Play Music All Access nach.

iRadio setzt Pandora unter Druck

Apple scheint unterdessen ein anderer zu sein: Anstelle eines Abo-Modells könnten Nutzern entsprechend ihrem Musikgeschmack wie beim klassischen Radio einzelne Kanäle angeboten werden – und das kostenlos, weil werbefinanziert. Demgemäß könnte das Angebot "iRadio" heißen,  munkeln Branchenkenner seit Monaten.

Neu ist der Ansatz nicht: Als führender Internet-Radioanbieter der USA strebte Pandora etwa vor exakt zwei Jahren an die Börse und konnte sich dort trotz mangelnder Profitabilität achtbar schlagen: Ende vergangener Woche notierten Anteilsscheine von Pandora bei über 16 Dollar über dem seinerzeit deutlich angehobenen Ausgabekurs.

Auch Einigung mit Warner erzielt

Heute jedoch folgte ein Kurssturz von in der Spitze 15 Prozent. Der Grund: Die Meldung des Wall Street Journals von Apples bevorstehendem Launch von "iRado". Dass sich Anzeichen davor verdichten, unterfütterte die renommierte Wirtschaftszeitung als auch die New York Times mit der Meldung, dass Apple bereits mit dem zweiten der drei Major Labels eine vertragliche Einigung über die Lizensierung des Musikangebots erzielt habe: Nach Universal sei auch Warner Music bei iRadio am Start, hieß es.

Nur die Verhandlungen mit Sony würden sich seit Monaten als problematisch gestalten, hieß es. Von einer Einigung sei man noch weit entfernt, berichtet das Wall Street Journal. Doch Apple ist für Last-Minute-Lösungen bekannt. Eine Woche bleibt Apple noch bis zur Eröffnung der WWDC Zeit, auf der iRadio vorgestellt werden könnte. Zudem wäre es nicht das erste Mal, dass nicht alle Inhalte-Anbieter zum Launch eines neuen Apple-Dienstes dabei wären. Beim Start des iTunes Store vor zehn Jahren ergänzten einige  Musik- und Filmverleiher das Angebot später.

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