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Die 5 Internet-Mega-Trends 2013

Die "Internet Trends"-Studie der Venture-Capital-Gesellschaft Kleiner Perkins Caufield Byers zeigt jährlich mit beeindruckenden Zahlen und Fakten, wie sich das Netz weiter entwickelt. Die 2013er-Ausgabe des Reports wurde in dieser Woche vorgestellt und zeigt z.B. in welchen Regionen der Welt die Netz-Nutzerschaft wächst, mit welchen Devices die Leute ins Netz gehen oder welche Geschäftsmodelle in Gefahr sind. MEEDIA fasst die 5 wichtigsten Mega-Trends aus dem Report zusammen.

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1. Das Internet wächst vor allem in Asien

Während die Nutzerzahlen im Westen nicht mehr signifikant steigen, wachsen sie in Asien noch extrem. 264 Mio. neue Internet-Nutzer sind seit 2008 allein in China hinzu gekommen, 88 Mio. in Indien und 39 Mio. in Indonesien. Und noch immer liegt der Anteil der Web-Nutzer an der Gesamtbevölkerung in den drei Ländern nur bei 11% (Indien) bis 42% (China). Sprich: Das Potenzial ist noch längst nicht erschöpft. Zum Vergleich: In den USA liegt der Anteil bei 78%. Mit dem Boom in Asien wird sich auch das Netz verändern, in Zukunft dürften immer mehr Innovationen von dort kommen. Auch in einzelnen afrikanischen Ländern wächst die Nutzerschaft stark an. So gehören Nigeria und Ägypten ebenfalls zu den 15 Ländern mit dem größten Wachstum.

2. Die Zukunft des Internets ist mobil

Erstaunliche Zahlen aus China, dem Land mit dem größten Nutzerwachstum also: 75% der User gehen dort mit ihren Mobiltelefonen ins Netz, nur 71% über Computer. Weltweit liegt der Anteil der mobilen Geräte am gesamten Internet-Traffic immerhin schon bei 15%, vor einem Jahr waren es nur 10% und vor drei Jahren 2,4%. Bei den Werbeeinnahmen schlummert hier noch ein rieisiges Potenzial. Während in den USA 12% des Medienkonsums auf mobile Geräte entfallen, sind es bisher nur 3% des Werbe-Umsatzes. In Internet (26% zu 22%), Fernsehen (42% zu 43%) und Radio (14% zu 10%) sind die Verhältnisse wesentlich ausgeglichener. Mit den richtigen Werbemitteln lässt sich hier in Zukunft also sehr wahrscheinlich viel Geld verdienen.

3. Die Zahl der Devices explodiert – hinzu kommen z.B. "wearable" und "drivable"

Welches Potenzial auch im mobilen Internet noch schlummert zeigt der Vergleich zwischen Smartphones und der Gesamtzahl der Handys. Während es weltweit 1,5 Mrd. Smartphones gibt, sind es mehr als 5 Mrd. Handys. Im Laufe der Zeit wird die Zahl der Smartphones also durch Neukäufe fast automatisch signifikant weiter ansteigen. Zusätzlich zu den relativ stabilen Zahlen von Notebooks und Desktop-Computern explodieren die Verkaufszahlen von Tablets, die im Weihnachtsquartal 2012 schon die der Notebooks und PCs übertrafen.

In den kommenden Jahren werden weitere vielfältige Devices hinzu kommen: Brillen und Armbanduhren, mit denen zahlreiche Smartphone-Funktionen künftig ohne Einsatz der Hände möglich sind, zum Beispiel. Auch Autos wandeln sich immer mehr zu vernetzten, fahrbaren Computern. 13% der Nutzung des Internet-Radios Pandora entfällt bereits nicht mehr auf Computer, Tablets und Smartphones. Die Vielfalt der Devices nimmt zu, sie wandeln sich immer mehr zu unauffälligen Begleitern im Alltag.

4. Kaum eine traditionelle Industrie bleibt vom digitalen Wandel verschont

Glaubten viele Unternehmen bisher noch, das Netz würde ihre Geschäftsmodelle nicht beeinflussen, wird immer deutlicher, dass sich niemand in Sicherheit wiegen darf. Innovationen wie 3D-Drucker zeigen, dass selbst Produkte, die bisher nur in Fabriken hergestellt werden konnten, bald zu Hause produziert werden können. Schon weiter verbreitet sind Trends wie diese: Das Hotel kann durch Airbnb vermieden werden, das Taxi per App gerufen werden, Musik, Bücher und Filme müssen dank Streamingdiensten oder eBooks nicht mehr als Produkt zum Anfassen gekauft werden. Bezahlen lässt sich bereits heute fast komplett ohne Bargeld, künftig mit Hilfe von Smartphones oder Diensten wie Bitcoin, Chase Mobile, etc. auch ohne Karten.

5. Das Netz revolutioniert die Bildung

Auch die Bildung verlagert sich immer mehr ins Netz. 32% der US-Studenten belegen inzwischen mindestens einen Online-Kurs. Werkzeuge wie Dropbox, Facebook, Evernote und Prezi werden immer wichtiger beim Lernen. Vor allem in infrastrukturarmen Regionen, in denen bisher wenig Chancen auf gute Bildung herrschten, kann das Netz kommenden Generationen gigantische Fortschritte auf diesem Sektor bieten. Der entscheidende Faktor für Bildungschancen wird nicht mehr Geld sein, sondern Zugang zum Internet.

(Quellen für die Zahlen und alle Slides des Reports finden Sie auf KPCB.com)

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