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Welt schickt Nachtschicht nach Australien

Bei Sonnenschein schreibt es sich besser als in der Nacht: Diese scheinbar banale Weisheit will die Welt jetzt konsequent nutzen. Nach einem erfolgreichen Test mit einem Mitarbeiter in Sydney wollen die Berliner nun fest zwei Redakteure in Australien stationieren, die von Down Under aus die Nachtschicht für die deutsche Webseite übernehmen. Auch das Handelsblatt lässt seinen Online-Auftritt in der Nacht von Übersee aus weiter bespielen. Die Kollegen der Wirtschaftszeitung sitzen in New York.

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"Die Welt-Gruppe war vor rund drei Jahren die erste deutsche Medienmarke, die eine 24-Stunden-Redaktion eingeführt hat. Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht, möchten unser System aber weiter verbessern“, erklärt der Welt-Chefredakteur Jan-Eric Peters. „In den vergangenen zwei Monaten haben wir deshalb mit einem Welt-Redakteur in Sydney getestet, inwieweit wir unsere Berichterstattung vor allem online verbessern, wenn dort am helllichten Tag gearbeitet wird, während es in Deutschland Nacht ist." Das Ergebnis überzeugte. Also planen die Berliner jetzt "in einem rollierenden System dauerhaft zwei Kollegen für jeweils einige Monate in Sydney zu stationieren, die unsere Nachtschichten übernehmen."
Die Schweizer Medien scheinen von dieser Idee geradezu besessen zu sein. So plant die Schweizer Agentur SDA vier Personen nach Sydney zu schicken und diese von Australien aus schreiben zu lassen. Bereits vor zwei Jahren eröffnete die Zeitung 20 Minuten ein Büro in Hongkong, um die Nachstunden redaktionell besser überbrücken zu können. Der Tages-Anzeiger wählte dazu Bangkok.

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