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„Tatort“: Joachim Król quittiert den Dienst

Nachdem Nina Kunzendorf alias Conny Mey dem Frankfurter "Tatort" bereits im vergangenen Jahr Adieu gesagt hat, gibt nun auch Joachim Król seine Rolle als Kommissar Frank Steier freiwillig auf. Grund für seinen Ausstieg sei die Einzigartigkeit des Teams Steier/Mey. Seinen letzten, insgesamt siebten Fall, wird der 54-jährige im November drehen. Wann dieser ausgestrahlt wird ist bislang noch nicht bekannt. Król wagt sich unterdessen auf die große Schauspielbühne des Stuttgarter Staatstheaters

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Obwohl der Hessische Rundfunk mit Margarita Broich ab November bereits eine Nachfolgerin für Kunzendorf gefunden hatte, entschied sich Król gegen eine weitere Zusammenarbeit. Wer nun stattdessen neben Broich ermitteln wird, ist noch unklar. "Tatort"-Fans werden sich jedenfalls an ein komplett neues Ermittler-Team aus Frankfurt gewöhnen müssen.

Die Entscheidung, den "Tatort" nach seinem siebten Fall zu verlassen, habe Król mit dem Sender abgestimmt. "Nina fehlt mir", sagte der Schauspieler. "Die Redaktion wird sicher wieder etwas tolles Neues auf die Beine stellen. Ich will da niemandem im Weg stehen. Ein klarer Schnitt scheint mir sinnvoll."

Im Meedia Quoten-Ranking vom März, das die Ermittler nach ihren Einschaltquoten bewertet, konnten Steier und Mey zuletzt nicht mehr glänzen. Das Krimi-Duo aus Frankfurt landete mit rund 8,73 Millionen Zuschauern nur auf dem elften Platz.
Im Herbst wird Steiers vorletzter Fall "Eskimo" in der ARD zu sehen sein. Wann genau der letzte Film mit Joachim Król als Solo-Kommissar ausgestrahlt wird, ist noch nicht bekannt. Der Hessische Runfunk bedauert die Entscheidung, zeigt aber auch Verständnis: "Ich finde es schade, dass wir mit Joachim Król einen der profilliertesten Schauspieler im ARD-Tatort verlieren", erklärte HR-Fernsehspielchefin Liane Jessen. "Andererseits kann ich verstehen, dass Joachim nach fünf Filmen mit Nina Kunzendorf seiner Partnerin künstlerisch nachtrauert und das Projekt Tatort beenden will."
Król wird nun erstmal ins Theater-Geschäft wechseln und unter der Regie von Jan Bosse die Adaption von Ingmar Bergmanns "Szenen einer Ehe" aufführen. Die Premiere findet am 27. Oktober im Stuttgarter Staatstheater statt. 

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