Google I/O: Autonome Autos für eine bessere Welt

Die Maschinen laufen auf Hochtouren: Gerade erst brannte Google auf seiner Entwicklerkonferenz I/O ein wahres Produktfeuerwerk ab, während Endverbraucher weiter dem Verkaufsstart von Google Glass entgegenfiebern. Doch Google ist bereits weiter: Das große Projekt für das nächste Jahrzehnt ist das autonome Auto. Mitbegründer Sergey Brin ließ gegenüber der Businessweek seine Visionen durchblicken: Mit einem selbstfahrenden Auto wäre die Welt ein besserer Platz, da extrem viel Zeit gespart werden könnte.

Anzeige

Die Maschinen laufen auf Hochtouren: Gerade erst brannte Google auf seiner Entwicklerkonferenz I/O ein wahres Produktfeuerwerk ab, während Endverbraucher weiter dem Verkaufsstart von Google Glass entgegenfiebern. Doch Google ist bereits weiter: Das große Projekt für das nächste Jahrzehnt ist das autonome Auto. Mitbegründer Sergey Brin ließ gegenüber der Businessweek seine Visionen durchblicken: Mit einem selbstfahrenden Auto wäre die Welt ein besserer Platz, da extrem viel Zeit gespart werden könnte.

Alles läuft für Google: Die Aktie befindet sich in diesen Tagen auf Allzeithochs – gerade erst durchbrach der Suchmaschinen-Pionier beim Börsenwert die 300 Milliarden-Dollarmarke. An der Wall Street kommen vor allem die Zukunftspläne des Internetgiganten an.

Mit Google Glass hat der Internet-Pionier vermeintlich das Killergadget der Zukunft in der Hinterhand, doch Gründer Sergey Brin ist längst zu neuen Ufern aufgebrochen. „Die Sache ist ziemlich durch“, wird Brin am Rande eines Zusammentreffens auf dem Google Campus zitiert. Wohl gemerkt: Durch für ihn. Die Arbeit ist getan, die PR-Tour in New Yorker U-Bahnen liegt hinter ihm.

Google-Auto: Hundertausende Kilometer ohne Unfall

Was als Nächstes kommt? Obwohl Brin sich für die bemerkenswerte Bloomberg-Story „Inside Google’s Lab“ über Google Forschungslabor „X“ nicht direkt interviewen lassen wollte, wird der 39-jährige gebürtige Russe mit einer glassklaren Aussage zitiert: „Ich werde mich die meiste Zeit jetzt mit Autos beschäftigen“, erklärte Brin.

Mit Autos? Mit selbstfahrenden Autos natürlich, an denen Google bereits seit Ende des vergangenen Jahrzehnts arbeitet. Tatsächlich ist das Projekt weiter fortgeschritten als in der Öffentlichkeit wahrgenommen.

Vor einem Jahr erhielt Google in Nevada eine Testlizenz, mit der der Internet-Riese sein autonomes Autos im Straßenverkehr zu testen konnte. Bedingung war, dass sich eine Person hinter dem Steuer befindet, die notfalls eingreifen kann. Nach Googles Angaben legte das selbstfahrende Autos 500.000 Kilometer praktisch unfallfrei zurück.

„Selbstfahrendes Auto lässt die Welt zu einem anderen Ort werden“

Warum das selbstfahrende Auto die Zukunft ist, ließ Brin in seiner ganze eigenen Logik durchblicken, wie er es schon jüngst zur Datenbrille Google Glass getan hatte: „Selbstfahrende Autos erscheinen wie eine Spielerei, aber wenn man die Zeit berücksichtigt, die man dadurch spart, dass Menschen nicht mehr in den Rückspiegel sehen müssen, und die Effizienz, die dadurch entsteht, dass Autos zwischen den Besorgungen losfahren, anstatt irgendwo auf einem Parkplatz zu stehen, lässt die Welt zu einem anderen Ort werden.“

„Verlorene Stunden zurückgewinnen“

Autonome Autos würden am Ende unsere Gesellschaft revolutionieren: „Ein Auto zu besitzen, wird überflüssig, denn Dein Auto wird zum Taxi, das bei Bedarf vorfährt. Ältere und blinde Menschen würden ganz anderes in unsere Gesellschaft integriert werden. Tödliche Verkehrfälle könnten ausgerottet werden“, wagt Brin eine mutige These.

„Jeder Mensch könnte verlorene Stunden fürs Arbeiten, Lesen, Sprechen oder die Suche im Internet zurückgewinnen“, fabuliert der Google-Gründer von einer besseren Welt. „Wenn alles das wahr werden würde“, – räumt die Businessweek ein –  „wäre Sergey Brin einer der wenigen Unternehmer, der die Welt zweimal verändert hätte“. Oder dreimal, denn der Ausgang des Experiments Datenbrille ist ja noch offen…

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige