Fabelrekord: 21,61 Mio. sahen Finale im ZDF

Das Champions-League-Finale zwischen Borussia Dortmund und Bayern München war der erwartete TV-Megahit. Sage und schreibe 21,61 Mio. sahen das Match im ZDF - Public Viewings und Kneipen nicht mitgerechnet. Damit war das Spiel das meistgesehene Club-Fußballspiel seit den 1970er-Jahren. Bei Sky sahen das Finale hingegen nur 880.000 Fans - eine Zahl, die deutlich von den Champions-League-Rekorden des Senders entfernt ist. Viele Sky-Abonnenten sahen also offenbar lieber im ZDF zu.

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Hier sind die 5 Dinge, die Sie über die Quoten vom Samstag wissen müssen:

1. Deutsch-deutsches Finale stellt neuen Champions-League-Rekord auf
Wie MEEDIA berichtet hatte, führte das Finale 2012 bisher die Champions-League-Alltime-Quoten-Charts an. 16,79 Mio. hatten es vor gut einem Jahr – damals noch auf Sat.1 – gesehen. Dank der Beteiligung gleich zweier deutscher Teams waren es diesmal sogar noch fast 5 Mio. mehr. Mit 21,61 Mio. Zuschauern trägt sich das Spiel in die TV-Geschichtsbücher ein, erzielte einen Marktanteil von 61,9%. Ein Rekord, der nun wohl viele Jahre halten wird – es sei denn, es gibt wieder mal ein deutsch-deutsches Finale. Das Halbzeit-"heute-journal" sahen außerdem 18,21 Mio., die Moderationen vor und nach dem Match 11,75 Mio. und "das aktuelle sportstudio" ab 23.25 Uhr noch 4,76 Mio.

2. Sky erreicht nur 880.000 Fußballfans
Warum auch immer – wenn es eine parallele Free-TV-Ausstrahlung eines Fußballspiels gibt, schauen viel weniger Sky-Abonnenten das Match im Pay TV als ohne Free-TV-Übertragung. Offenbar sehen viele Fans die Spiele dann lieber im Free TV. So auch diesmal. Nur 880.000 (Marktanteil; 2,5%) schalteten Sky ein. Die Champions-League-Rekorde des Pay-TV-Anbieters aus dem Halbfinale, als z.B. 1,54 Mio. das Hinspiel zwischen Bayern München und dem FC Barcelona sahen, bleiben damit unangetastet. Und: An jedem Samstagnachmittag sehen mehr Fans die Bundesliga bei Sky als nun das Champions-League-Finale. Die Vorberichte sahen ab 18 Uhr 440.000, die Nachberichte bis nach Mitternacht 370.000.

3. ARD-Schmonzette stärkster Fußball-Konkurrent
An die 21,61 Mio. Zuschauer kam logischerweise niemand heran. Die anderen Sender waren dem ZDF haushoch unterlegen. Am wenigsten schlecht erging es da noch dem Ersten: 2,90 Mio. sahen die "Stürme in Afrika" – ein Marktanteil von 8,6%. Sat.1 und RTL landeten mit "Zahnfee auf Bewährung" und "Die ultimatice Chart Show" nur bei 1,32 Mio. und 1,29 Mio. Zuschauern – sowie Marktanteilen von 3,9% und 3,8%.

4. Privatsender bei 14- bis 49-Jährigen nur vor 20 Uhr und nach 23 Uhr stark
Auch im jungen Publikum war das Champions-League-Finale mit heftigen 8,51 Mio. Zuschauern und einen Marktanteil von 62,5% ein Megahit, erreichte ebenfalls einen Champions-League-Fabelrekord. Der schärfste ZDF-Verfolger erreichte hier ganze 800.000 Seher, also nicht einmal ein Zehntel der Fußball-Zahlen. Gelungen ist das Sat.1 mit der "Zahnfee auf Bewährung" – die 800.000 14- bis 49-Jährige reichten aber nur für einen Marktanteil von 6,2%. RTLs "ultimative Chart Show" kam auf 700.000 und 5,4%, ProSiebens "Jet Li’s Fearless" landete mit 470.000 und 3,7% noch hinter der RTL-II-Serie "Warehouse 13", die um 20.15 Uhr mit 570.000 auf immerhin 4,9% kam. Bessere Zahlen erreichten die Privatsender vor und nach der Prime Time, ProSieben beispielsweise mit den "Simpsons" und 13,8% und 14,5%.

5. mdr und arte trotz Fußball über dem Sender-Normalniveau
Ein Blick auf die Zahlen der kleineren Sender zeigt, dass trotz Fußball auch überdurchschnittliche Prime-Time-Quoten drin waren. So sahen 500.000 Leute die arte-Doku "Auf der Suche nach dem Zarenschatz", der Marktanteil lag mit 1,6% klar über dem 12-Monats-Durchschnitt des Senders von derzeit 0,8%. Ebenfalls gelungen ist das dem mdr Fernsehen, wo 750.000 ab 20.15 Uhr "Die Schlager des Jahres" einschalteten – gute 2,2%.

Die Top 20 der meistgesehenen Sendungen bei den 14- bis 49-Jährigen und die "5 Dinge" der vergangenen Tage finden Sie wie immer hier.

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