AGOF: Promi-Websites Verlierer des Monats

Im Januar stellten sie noch durch die Bank neue Besucher-Rekorde auf, im März verloren sie zum zweiten Mal in Folge deutlich: die Websites, die sich auf Promiklatsch spezialisiert haben. Mit top.de, starsundvips und PromiFlash gehören gleich drei zu den zehn größten Verlierern des Monats. Auch Bunte.de, Gala.de, etc. büßten Nutzer ein. Nach oben ging es jahreszeitenbedingt hingegen vor allem für die Wetter-Websites. An der Spitze der AGOF-Charts bleibt T-Online vor eBay und gutefrage.net.

Anzeige

Ein Rekordmonat war der März für das deutsche Internet nicht gerade. Aus der Top 20 der populärsten AGOF-Angebote stellte Niemand eine neue Bestleistung auf. Der erste neue Rekord ist auf Platz 22 zu sehen: Das Glam Vertical war mit 7,25 Mio. Unique Usern so stark wie nie zuvor. Aber: Besser als im Februar lief es für die meisten Websites dennoch. Was allerdings auch kein Wunder ist, denn der März war nunmal drei Tage länger als der Februar.

Unter den 25 Top-Angeboten gibt es nur fünf Verlierer: Bild.de, Yahoo!, Spiegel Online, Focus Online und MyVideo. Drei Nachrichtenseiten also – ein Genre, dem wir an dieser Stelle eine ausführliche Analyse widmen. Prozentual am deutlichsten hinzu gewonnen haben wetter.com, RTL.de und MSN. Bei RTL.de war es auch die Wetter-Website wetter.de, die hauptverantwortlich für den rasanten Anstieg war: Aus 4,55 Mio. Unique Usern im Februar wurden hier im März 6,45 Mio.

An der Spitze hat das Konglomerat der zahlreichen T-Online-Websites (neben T-Online.de u.a. AutoScout24 und Immobilienscout24) seinen Vorsprung auf eBay wieder ausgebaut. Nachdem die Auktionsplattform in den Monaten November und Dezember erstmals vor T-Online lag, beträgt der Vorsprung der Telekom nun wieder 1,14 Mio. Unique User. Einen Sprung von Platz 9 auf 7 machte wegen der Bild- und Yahoo-Verluste GMX.

Auf den Rängen 26 bis 50 folgen nur vier weitere Absteiger: Zeit Online, Xing, heise online und Windows Live. Mehr als 10% zulegen konnten hingegen planet of tech, Business&More, Testberichte.de, n-tv.de – wegen der Integration von sport.de in das Angebot -, sowie Vodafone.de.

Die zehn größten Aufsteiger des Monats finden sich fast allesamt unter den eben gesehenen Top-Angeboten wieder. Einzige Ausnahme: WetterOnline, das sich um 700.000 Unique User auf 3,28 Mio. verbesserte. Auch die beiden größten Aufsteiger haben mit Wetter zu tun: wetter.com und RTL.de, das sich wie erwähnt wegen wetter.de so positiv entwickelte. Größter Nicht-wetterbedingter Aufsteiger ist computerbild.de. Vor allem der Partner idealo.de sorgte hier für steigende Nutzerzahlen, verbesserte sich von 9,05 Mio. auf 10,36 Mio. Unique User.

Nach unten ging es vor allem für Windows Live, das mit 3,94 Mio. Unique Usern erneut bei einem Minusrekord angelangt ist. Vor genau einem Jahr verfügte das Microsoft-Angebot noch über 7,02 Mio. Nutzer, vor zwei Jahren sogar noch über mehr als 10 Mio. Auf das schwächste AGOF-Ergebnis seit 2008 fiel der zweite große Absteiger StayFriends – dahinter folgen in der Flop Ten dann u.a. die angesprochenen Promi-Angebote top.de, starsundvips und PromiFlash. Februar und März waren offenbar keine allzu guten Monate für Klatsch und Tratsch.

Unter den AGOF-Neulingen findet sich immerhin einer mit einer Nutzerschaft von mehr als 1 Mio.: das ÖffnungszeitenBuch, das im März 1,55 Mio. Leute besuchten. Die WeightWatchers folgen mit 850.000 Unique Usern auf Platz 2, die Gaming-Video-Plattform twitch.tv mit 760.000 auf Rang 3.

Ordentlich durcheinander gewirbelt wurde unterdessen das Vermarkter-Ranking. Auf den Rängen 4 bis 8 blieb kein Unternehmen auf dem Rang, den es im Februar belegte. So verbesserte sich SevenOne Media von Platz 6 auf 4, die IP Deutschland von 8 auf 6. Nach unten ging es hingegen für United Internet Media (von 4 auf 5), Tomorrow Focus Media (von 5 auf 7) und eBay (von 7 auf 8). Zulegen konnten allerdings alle zehn Firmen im Vergleich zum Vormonat.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige