dapd-Reporter gründen Mediendienst fmd

Nach der endgültigen Pleite der Nachrichtenagentur haben 16 ehemalige dapd-Reporter den Freien Medien Dienst (fmd) gegründet, über den sie weiter Inhalte vertreiben wollen. Kunden sollen vor allem überregionale Medien sein.

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Die 15 Reporter arbeiten über ganz Deutschland verteilt, einer berichtet als Korrespondent aus Afrika. Ihre Inhalte laufen auf ihrem Webauftritt zusammen. Vertrieben werden sollen regionale Inhalte von überregionaler Bedeutung. Bei konkreten Vorstellungen können Kunden die einzelnen Autoren auch direkt mit einem Thema beauftragen. 
"Jeder von uns hat in der Vergangenheit intensiv – als Freiberufler oder als festangestellter Redakteur – mit und für dapd gearbeitet. Jetzt wollen wir die journalistische Qualität, die wir in unsere dapd-Texte gesteckt haben, weiterhin allen interessierten Partnern zur Verfügung stellen, auch wenn es den Vertriebsweg über die Nachrichtenagentur nicht mehr gibt", sagt fmd-Mitbegründer Sebastian Haak.  
Die fmd-Leute wollen vor allem auf hintergründige Berichte, auf Features und Reportagen sowie auf Porträts und Interviews setzen. Es gehe dabei nicht darum, bestehenden Diensten Konkurrenz zu machen, so Haak. "Wir glauben aber daran, dass es auf dem deutschen Medienmarkt durchaus noch Nischen gibt."
"Es ist freilich ein Experiment", so Andreas Göbel, ebenfalls fmd-Mitbegründer. Das bisherige Feedback und Anfragen von Kollegen, am Projekt teilnehmen zu wollen, würden allerdings Mut für die Zukunft machen.

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