Bettina Wulff legt gegen Google nach

Immerhin ist Google konsequent: Bei der Eingabe von Bettina Wulff in das Suchfenster von Google-News schlägt die Maschine von sich aus sofort den weiteren Suchbegriff "Google" vor. Genau das soll nach dem Willen der ehemaligen First Lady nicht mehr passieren. Nach dem der Bundesgerichtshof gerade gegen die Auto-Complete-Funktion im Falle eines Geschäftsmannes entschied, will nun auch Bettina Wulff weiter gegen die US-Company und dieses spezielle Feature vorgehen.

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"Ich gehe von einem Verhandlungstermin im Herbst aus", zitiert das Handelsblatt Anwalt Gernot Lehr. Eigentlich wollte Wulff bereits Ende April gegen das US-Unternehmen vorgehen. Weil sie und ihre juristischen Vertreter allerdings erst das Grundsatzurteil des Bundesgerichthofes abwarten wollten, hatten sie den ersten Termin vor dem Landgericht Hamburg verstreichen lassen.

Dieses Grundsatzurteil existiert nun seit Mitte Mai und verbessert die Chancen der ehemaligen First Lady ungemein. Der BGH hatte am vergangenen Dienstag der Klage eines Unternehmers Recht gegeben, die sich gegen die Autovervollständigung gewehrt hatte. Trotz Rüge schaltete Google die Funktion nicht ab. Damit hat der Konzern Prüfpflichten verletzt, entschieden die Richter. Für den Suchmaschinenbetreiber könnte die seit 2009 aktive Funktion zum juristischen Mühlstein werden. Jede Rüge muss demnach als Einzelfall behandelt werden.

Dieses Entscheidung findet Lehr nun „sehr ermutigend. Es war also richtig zu klagen." Sein Ziel und das seiner Mandantin ist es Google zu untersagen, weiterhin in Kombination mit ihrem Namen Begriffe aus den Rotlichtmilieu als weitere Suchhilfen vorzuschlagen.

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