stern mit fettem Werbeumsatz-Plus im April

Der mit viel Aufmerksamkeit und Eigenwerbung begleitete Relaunch des sterns hat dem Magazin im Folgemonat April deutliche Zuwächse beim Brutto-Werbeumsatz beschert. 18,4% mehr als im April 2012 setzte der Titel laut Nielsen um, auf das Gesamtjahr gerechnet verringert sich das Minus auf 3,6% und der stern zieht wieder am Spiegel vorbei. Stark nach oben ging es im April auch für Bunte, InStyle und TV14, deutliche Umsatz-Verluste mussten hingegen u.a. Bild am Sonntag, Focus und Brigitte erdulden.

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40,20 Mio. Euro setzte der stern in den ersten vier Monaten 2013 laut Nielsen mit Anzeigen um – 1,49 Mio. weniger als im Vorjahreszeitraum. Allerdings: 13,02 Mio. davon entfielen auf den Monat April – und das wiederum sind 2,03 Mio. mehr als im April 2012. Ob sich diese positive Entwicklung, an der der Relaunch sicher seinen Anteil hat, in den kommenden Monaten fortsetzt, muss sich allerdings erst zeigen, die Auflagen sind schließlich mittlerweile schon wieder auf dem Vor-Relaunch-Niveau angekommen.

Auf den weiteren Plätzen folgen Der Spiegel, der nach dem März noch in Führung lag, sowie die Bild am Sonntag, der Focus und die Brigitte. All diese vier Titel lagen im April, sowie im Gesamtzeitraum Januar bis April unter ihren Vorjahreswerten. Am deutlichsten im Minus ist hier die Bild am Sonntag mit satten 21,9%. Mit 30,48 Mio. Euro hat sie den Anschluss an stern und Spiegel klar verloren. Auch der Focus liegt mit 10,6% klar unter seinen Vorjahresumsätzen.

Aber: Immerhin zehn Top-25-Titel konnten sich im Vergleich zu 2012 verbessern, nach Ablauf des März waren es nur sieben. Neu im positiven Bereich sind dabei Bunte, Bild der Frau, InStyle und TV14, von den schwarzen in die roten Zahlen gerutscht ist hingegen die Brigitte.

Weitere acht Gewinner finden sich auf den Rängen 26 bis 50 – vor allem InTouch entwickelt sich dabei sehr positiv – mit einem Riesen-Plus von 23,3%. Doch auch Schöner Wohnen, das Zeitmagazin, der Montags-kicker, Petra und sogar die Bravo verbesserten sich um mehr als 10%. Mehr als 20% unter dem Vorjahresumsatz liegen derzeit hingegen die Apotheken Umschau B, die Computer Bild und tv Hören und Sehen.

Der größte Gewinner nach absoluten Umsatz ist weiterhin die Wochenzeitung Die Zeit. Wir werten sie seit einiger Zeit mit in der Kategorie der Publikumszeitschriften, da abgesehen vom Format und Papier die Gemeinsamkeiten mit Magazinen wie dem Spiegel klar höher sind als die Gemeinsamkeiten mit einer Tageszeitung. 1,38 Mio. Euro mehr als 2012 landeten brutto in den Kassen der Zeit. Knapp dahinter folgen die Bunte, Gala und Schöner Wohnen.

Den mit Abstand größten Brutto-Umsatz-Verlust hat die Bild am Sonntag erlitten. 8,52 Mio. Euro weniger als in den ersten vier Monaten 2012 – ein erschreckendes Ergebnis. Auch beim Focus, rtv, Computer Bild und prisma sieht es nicht sonderlich gut aus. sie belegen die weiteren Plätze im Absteiger-Ranking.

Die Nummer 1 der Nielsen-Neulinge ist nun das Magazin Cover, das im Vergleich zum März an Closer vorbei zog. Dahinter folgen Loox, Meins und myway.

Wie immer muss an dieser Stelle noch erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht als solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Titel und den Werbedruck sind sie dennoch.

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