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Groupon streicht in Berlin bis zu 100 Jobs

Vor wenigen Tagen erst legte Groupon Quartalszahlen vor, die Hoffnung auf eine Besserung der Situation beim Schnäppchenportal machten. Allerdings scheint sich bislang nur das US-Business zu erholen. In Europa kämpft das Portal noch immer mit dem schwierigen Samwer-Erbe und schwächelt. Die Folge: Wie Gründerszene.de berichtet, schließt Groupon am Berliner Standort, von dem aus auch das internationale Geschäft geleitet wird, sein komplettes Marketing. Bis zu hundert Jobs sollen von diesem Schritt betroffen sein.

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Weiter berichten die Startup-Experten, dass die betroffenen Mitarbeiter von der deutschen Hauptstadt nach Dublin wechseln könnten. Dieser radiale Umzug dürfte allerdings nur für die wenigsten in Frage kommen.

Mit diesem Schritt packt das US-Unternehmen die Umstrukturierung in Europa an. Vor wenigen Wochen erst wurde der Firmenchef und Mitbegründer Andrew Mason gefeuert. Seitdem übernahmen der Mit-Gründer Eric Lefkofsky und Verwaltungsrat Ted Leonsis die Führung des Schnäppchenportals. Sein Aus nahm der Manager damals erstaunlich gefasst: "Nach viereinhalb wunderbaren und intensiven Jahren als Groupon-CEO habe ich mich dafür entschieden, mehr Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Nur Spaß – ich wurde gefeuert." Unter den legendären letzten Worten geschasster CEOs dürfte Mason schon jetzt ein Ehrenplatz sicher sein.

Weniger kreativ hatte sich vor rund einem Jahr bereits Marc Samwer als Chef des internationalen Geschäfts verabschiedet. Seitdem schwächelt das Groupon-Geschäft vor allem außerhalb der USA. Immerhin wuchs in Amerika der Kundenstamm um rund eine Millionen auf 18,2 Millionen. Im ersten Quartal konnte die Web-Company 601 Millionen Dollar umsetzten. Das bedeutet einen Anstieg um acht Prozent. Der operative Gewinn ging allerdings von 39,6 auf 21 Millionen Dollar zurück. Unterm Strich musste Groupon weiter rote Zahlen ausweisen, obgleich das Minus von 12 auf 4 Millionen Dollar sank. Profitabel arbeitet der einst hochgewettete Online-Überflieger trotz deutlich zurückgeschraubter Marketingaufwendungen weiter nicht. 

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