Google: Musik, Maps, Google+ – alles neu

Furiose Leistungschau auf der Entwicklerkonferenz I/O: Google enttäuschte seine Anhänger in der rund dreistündigen Keynote nicht. Der 15 Jahre alte Internet-Pionier präsentierte eine verbesserte Suche mit Spracherkennung, einen neuen Musik-Streaming-Dienst, eine automatische Foto-Bearbeitung, die nächste Maps-Generation und eine Generalüberholung des Social Networks Google+. Der Hoffnungsträger Google Glass wurde unterdessen überraschenderweise nicht mit eine Wort erwähnt.

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Furiose Leistungschau auf der Entwicklerkonferenz I/O: Google enttäuschte seine Anhänger in der rund dreistündigen Keynote nicht. Im Gegenteil: Der 15 Jahre alte Internet-Pionier präsentierte eine verbesserte Suche mit Spracherkennung, einen neuen Musik-Streaming-Dienst, eine automatische Foto-Bearbeitung, die nächste Maps-Generation und eine Generalüberholung des Social Networks Google+. Der Hoffnungsträger Google Glass wurde unterdessen überraschenderweise nicht mit eine Wort erwähnt.

Die Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Google brannte zum Auftakt der Entwicklerkonferenz I/O im Moscone Center von San Francisco in seiner dreistündige Marathon-Keynote ein wahres Feuerwerk ab – so ziemlich jedes wichtige Software-Produkt wurde runderneuert und dabei die dominierenden Player angegriffen.

Etwa Spotify: Google launchte mit Google Play Music All Access ebenfalls einen Streaming-Dienst zum selben Preis von 10 Dollar im Monat – in der Einführungspreisphase bis Ende Juni bezahlen Nutzer sogar nur 8 Dollar. Das Angebot war im Vorfeld erwartet worden.

Automatische Foto-Verbesserung: "Die Cloud ist die neue Dunkelkammer"

Auch Facebook wurde ins Visier genommen: Zwei Jahre nach dem überraschenden Start des eigenen Social Networks Google+ kündigte Google eine Generalüberholung an, die optisch sehr an Pinterest erinnert.
 
Vor allem aber unter der Oberfläche hat es die Überarbeitung von Google+ in sich: 41 neue Funktionen, darunter das "related Hashtag"-Feature, sollen das lange Zeit als "virtuelle Geisterstadt" kritisierte Social Network aufwerten. Als neues Killer-Feature präsentierte Google eine bemerkenswerte Fotoverbesserungsfunktion ("auto enhance"), die Facebook alt aussehen lässt.

Das Problem ist bekannt: Nutzer ersticken förmlich in den tausenden Bildern, die mit dem Smartphone geschossen, aber kaum mehr angesehen werden. Die Abhilfe: Google filtert die in der Cloud abgelegten Bilder und verbessert sie automatisch. "Die Cloud ist die neue Dunkelkammer" (darkroom), scherzte Vize-Präsident Vic Gundotra.

Suche wird auch am Desktop sprachgesteuert,  Maps benutzeroptimiert

Doch auch die Klassiker des Internet-Riesen wurden einer Generalüberholung unterzogen. Googles Kerngeschäft, die Suche, wird nun auch auf dem Desktop sprachgesteuert. Apple, das vor eineinhalb Jahren den digitalen Sprachassistenten Siri auf dem iPhone und dann dem iPad salonfähig machte, bietet eine solche Option für seine Macs noch nicht an.

Auch an anderer Stelle sah der Kultkonzern aus Cupertino eher wie ein Gigant aus der Vergangenheit aus: Der Kartenklassiker Google Maps, dem Apple im vergangenen Herbst mit seiner Version vergeblich ein eigenes Produkt entgegensetzen wollte, wurde nochmals deutlich verbessert. Google Maps soll in der neuen Desktop-Version schon heute ausgerollt werden.

"Und lasst und es nicht vergessen: Maps ist akkurat", konnte sich Google einen Seitenhieb gegen Apple nicht verkneifen. Eine Überrschung gab es auf der mehr als dreistündigen Leistungsschau, die mit einer Rede von Larry Page beendet wurde, dann aber doch noch: Der neue Hoffnungsträger Google Glass, der noch im Vorjahr im Zentrum gestanden hatten, wurde mit keinem Wort erwähnt.

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