Werbemarkt: April lag 1,5% unter Vorjahr

Das zweite Quartal begann für die Medien im deutschen Werbemarkt nicht sonderlich gut. Laut Nielsen sanken die Brutto-Werbeumsätze gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,5%, das Gesamtjahr liegt nun 0,4% unter 2012. Unter den Zahlen des Vorjahres bleiben nach Ablauf der ersten vier Monate weiterhin die Print-Segmente. Vor allem bei den Zeitungen sieht es heftig aus: 9,0% weniger als 2012 landeten brutto in den Kassen der Verlage. Über Zugewinne können sich hingegen besonders die Radiosender freuen.

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3,64 Mrd. Euro sammelten die von Nielsen ausgewerteten TV-Sender von Januar bis April brutto mit Werbespots ein. Sie bleiben damit ganz klar das Werbemedium Nummer 1, kommen auf einen Marktanteil von 44,3% und verbesserten ihren Brutto-Werbeumsatz im Vergleich zu 2012 noch einmal um 1,6%. Noch deutlicher nach oben sprangen das Radio (+14,4%), die Out-of-Home-Werbung (+8,5%) und die Kino-Reklame (+8,3%). Sie spielen im Gesamtmarkt allerdings jeweils keine übermäßig große Rolle.

Nur um 0,6% nach oben ging es für das Internet. Der Wachstumskurs der vergangenen Jahre stockt also weiterhin deutlich. Dennoch rückt das Netz den Publikumszeitschriften näher. Dort ging es nämlich um satte 4,2% nach unten. Die Tageszeitungen büßten sogar 9,0% ihres Brutto-Werbeumsatzes ein, die Fachzeitschriften zudem 3,1%. Print-Werbung ist in Deutschland ganz klar auf dem Rückzug.

(Tabelle: Nielsen)

Wie immer muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Freispots, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht als solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Medienbranchen und des Werbedrucks sind sie dennoch.

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