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Online-Kampagne gegen Drosselkom

Gemeinsam gegen die Drosselkom: Das Zentrum für digitalen Fortschritt sowie die Digitale Gesellschaft haben eine Online-Kampagne ins Leben gerufen, mit der Nutzer ihren Unmut über die Drossel-Pläne der Telekom deutlich machen können. Sechs verschiedene Motive sollen die Konsequenzen einer eingeschränkten Bandbreite für Nutzer aufzeigen und helfen die Pläne des Bonner Konzerns zu stoppen. Verärgerte Nutzer sollen die Motive herunterladen und im Internet verbreiten.

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Auf jedem der sechs Motive ist jeweils ein Mensch abgebildet, denen die Drosselungen der Internetverbindung das Leben schwer macht. So ärgert sich eine junge Frau, dass sie ab Mitte des Monats nicht mehr über das Internet mit ihrem Freund in Sydney telefonieren kann. Oder ein Abiturient, dass er aus Mangel an Datenvolumen nicht mehr online für seine Prüfungen büffeln kann.

Auf seiner Homepage ruft das Zentrum für digitalen Fortschritt Nutzer dazu auf, die Motive herunterzuladen und über sie zu bloggen, in sozialen Netzwerken zu posten oder auszudrucken und zu verteilen, "wenn Sie ein Zeichen für Netzneutralität setzen möchten".

"Auch wenn sich viele Bürger unter dem Ausdruck Netzneutralität nicht viel vorstellen können, werden sie die Auswirkungen der weiteren Aufweichung der Netzneutralität zu spüren bekommen", schreiben die Drossel-Gegner. Die Netzneutralität sei der Garant dafür, dass Telekommunikationsanbieter ihre eigenen Dienste nicht bevorzugen können.

Seit dem 2. Mai enthalten Telekom-Verträge für DSL-Kunden Zusatzklauseln, die dem Anbieter erlauben das Datenvolumen des Internet-Anschlusses zu drosseln, wenn der Nutzer die Grenze von 75 GB im Monat überschreitet. Viele Dienste sind dann nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr funktionsfähig. Kritiker sehen vor allem die Netzneutralität gefährdet, da die Telekom vor hat den Verbrauch für ihre eigenen Dienste, wie beispielsweise das T-Entertain-Paket, außer Acht zu lassen.
Vergangenes Wochenende verteidigte Telekom-Chef René Obermann das Vorhaben des Konzerns in der Welt am Sonntag. Die Drosselungen seien nötig, um das Internet auf Dauer schneller zu machen und Preiserhöhungen erforderlich, weil in den nächsten Jahren rund sechs Milliarden Euro in den Netzausbau gesteckt werden müssten.
Die restlichen drei Motive finden Sie hier.

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