Funke macht Druckzentrum Löbichau dicht

Die Funke-Mediengruppe, ehemals WAZ-Mediengruppe, plant weitere Stellenkürzungen. Knapp zwei Monate nach dem Wegfall von rund 200 Jobs im Gesamtverlag, gibt der Konzern nun die Schließung des Druckzentrums Löbichau in Thüringen bekannt. Grund sei ein immer weiter sinkendes Druckvolumen von mehr als 50 Prozent in den letzten 20 Jahren. Von den Sparmaßnahmen werden 120 Druckerei-Mitarbeiter betroffen sein. Laut newsroom.de könnte sich zukünftig auch bei den thüringischen Funke-Blättern etwas tun.

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"Das Druckvolumen ist in den letzten 20 Jahren kontinuierlich um 50 Prozent zurückgegangen, sodass dieser Standort nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben ist." Den Druckstandort Löbichau aufzugeben sei eine gemeinsame Entscheidung der Gunke Druck GmbH und der Zeitungsgruppe Thüringen (ZGT) gewesen, so die Funke-Gruppe. "Die Prognosen lassen zudem auch keine Änderung der Auftragseingänge in positiver Sicht erwarten."
Die noch vorhandenen Aufträge, wie auch die Ausgaben der Ostthüringer Zeitung (OTZ) und der Thüringischen Landeszeitung (TL) werden zum Großteil in das Druckzentrum der Thüringer Allgemeinen (TA) in Erfurt verlegt, das ebenfalls von der Funke-Gruppe betrieben wird.
"Den Standort Löbichau aufzugeben, fiel den Entscheidungsträgern doppelt schwer, weil die Belegschaft des OTZ-Druckzentrums in den zurückliegenden Jahren im besonderen Maße Flexibilität und Leistungsbereitschaft bewiesen hat", so der Funke-Sprecher. Die "Strukturanpassung" sei "zwingend notwendig" gewesen, um die Arbeitsplätze in der gesamten Gruppe nachhaltig sichern zu können.
Redaktionen seien nicht betroffen
Die Schließung des Druckzentrums lässt auch weitere Änderungen innerhalb der Zeitungsgruppe vermuten. Einem newsroom.de-Bericht zufolge sei denkbar, dass zukünftig nur noch ein Chefredakteur alle drei Zeitungen leiten soll. Gegenüber MEEDIA weist die Funke-Gruppe dies allerdings entschieden zurück. "Diese Nachricht entbehrt jeglicher Grundlage."
Die Funke-Mediengruppe baut bereits seit Monaten im großen Stil Stellen ab. Mitte Januar feuerte man dort alle 120 Mitarbeiter der Westfälischen Rundschau, die trotzdem weiterhin erscheint. Rund zwei Monate später trennte sich der Essener Verlag von weiteren 200 Mitarbeitern.

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