Schräge Fakten zum ersten ESC-Halbfinale

Es ist wieder so weit: Europa tritt in den musikalischen Wettstreit. Heute Abend startet im schwedischen Malmö das erste Halbfinale des Eurovision Song Contest. 16 Künstler, bzw. Gruppen stehen auf der Bühne und kämpfen um einen Platz im Finale am Samstag, darunter auch die beiden Topfavoriten. MEEDIA beantwortet vorab die wichtigsten Fragen: Wo kann ich das Halbfinale sehen? Wer nimmt teil? Wer hat die besten Chancen? Was sind die Tops und was die Flops am heutigen Dienstag?

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Seit 2004 ist die Teilnehmerzahl beim Eurovison Song Contest so groß, dass im Vorfeld zwei Halbfinals stattfinden, um das Teilnehmerfeld zu lichten. So auch in diesem Jahr. 16 Songs werden am heutigen Dienstag performed, am Donnerstag – im zweiten Halbfinale – sind es 17. Die jeweils zehn Titel mit den meisten Punkten kommen ins Finale am Samstag. Für dieses bereits gesetzt sind Gastgeber und Titelverteidiger Schweden sowie die fünf Haupt-Geldgeber des ESC: Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien. Im Finale werden demnach 26 Nationen um den Sieg kämpfen.
Im heutigen Halbfinale sind, sortiert nach Startreihenfolge, dabei: Österreich, Estland, Slowenien, Kroatien, Dänemark, Russland, Ukraine, Niederlande, Montenegro, Litauen, Weißrussland, Moldawien, Irland, Zypern, Belgien und Serbien. Abstimmen dürfen im Finale alle Länder, auch die ausgeschiedenen. Im Halbfinale sind jeweils die teilnehmenden Nationen zur Stimmabgabe per Jury und Televoting aufgerufen. Zudem dürfen jeweils drei der gesetzten Länder abstimmen. Deutschland ist jedoch erst am Donnerstag beim zweiten Halbfinale hierfür vorgesehen.
Zu sehen sein wird das erste Halbfinale ab 21 Uhr live im Fernsehen auf Einsfestival. Als Livestream ist es auf eurovision.de zu sehen. Der NDR zeigt das Halbfinale zudem zeitversetzt ab 0.00 Uhr.
Unter den Teilnehmern am Dienstag sind auch die beiden Topfavoriten auf den Sieg in diesem Jahr – zumindest wenn man den Wettanbietern glaubt. Bei mehreren Wettbüros liegt die Vertreterin Dänemarks, Emmelie De Forest, mit ihrem Titel "Only Teardrops" mit Abstand auf Platz eins.

Die Topfavoritin: Emmelie De Forest mit "Only Teardrops" (anklicken zum Abspielen)
Die Dänen erlebten bereits einen Mini-Skandal: Bei einem Auftritt hatten die Trommler offenbar Uniformen der Waffen-SS an, die für einen Film angefertigt wurden. Es habe sich jedoch nicht um Absicht gehandelt, gaben die Künstler glaubhaft an. 
An Rang zwei bei den Buchmachern wird der Song aus der Ukraine geführt: Zlata Ognevich mit Gravity. Beide Titel haben Ohrwurm-Qualität. Zudem sind Dänemark und die Ukraine in den vergangenen Jahren bereits mit Erfolgen aufgefallen. Traditionell fällt es Ländern aus dem Norden oder dem Osten leichter, Punkte aus den Nachbarländern zu erlangen.

Platz zwei bei den Buchmachern: Zlata Ognevich mit "Gravity" (anklicken zum Abspielen)
Doch wie es sich für den Eurovison Song Contest gehört, sind auch wieder Exoten und schräge Auftritte garantiert. Der Preis für das extravaganteste Kleid geht am Abend wohl an Aliona Moon aus Moldavien. Die Vertreter aus Slowenien haben musikalisch Anleihen bei Alex Clare und optisch bei Iron Men. Modisch gewagt eingekleidet haben sich auch die Vertreter aus Serbien. Im Vorfeld traten die drei Frauen von Moje 3 auf, als hätten sie sich gleichzeitig für eine Siebziger-Party und einen Karnevals-Ball gekleidet.

Die Serbinnen von Moje 3 singen am Abend als letzte (anklicken zum Abspielen)
Und dann wäre da noch der alljährliche schräge Balkan-Song. Der stammt dieses Mal von den Hip-Hopern Who See aus Montenegro. Im Musik-Video treten sie in Seuchenschutzanzügen auf. In den Proben in Malmö im Vorfeld wählten sie jedoch einen Auftritt als Astronauten.

Who See aus Montenegro fallen auf jeden Fal aus dem Rahmen (anklicken zum Abspielen)

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