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Bloomberg spionierte jahrelang Kunden aus

Heikle Enthüllung für einen der profiliertesten Medieninformationsanbieter der Welt: Bloomberg musste zugeben, vertrauliche Kundendaten ausspioniert zu haben. Wie Ende vergangener Woche bekannt wurde, hatten Journalisten des amerikanischen Medienhauses Zugriff auf Daten seiner Abonnenten. Bloomberg stellt über seine Terminals Finanzinformationen in Echtzeit bereit, die zumeist von Banken genutzt werden. Dieses Nutzungsverhalten wurde jahrelang ausspioniert.

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Heikle Enthüllung für einen der profiliertesten Medieninformationsanbieter der Welt: Bloomberg musste zugeben, vertrauliche Kundendaten ausspioniert zu haben. Wie Ende vergangener Woche bekannt wurde, hatten Journalisten des amerikanischen Medienhauses Zugriff auf Daten seiner Abonnenten. Bloomberg stellt über seine Terminals Finanzinformationen in Echtzeit bereit, die zumeist von Banken genutzt werden. Dieses Nutzungsverhalten wurde jahrelang ausspioniert.

Schwerer Schnüffelskandal bei einem der profitabelsten Medienunternehmen der Welt: Wie der privat geführte Finanzinformationsanbieter Bloomberg am Wochenende einräumen musste, konnten Journalisten des US-Unternehmens über Jahre die Nutzungsgewohnheiten der Kunden einsehen.

Und zu denen gehört die Crème de la Crème der Finanzbranche. Gewöhnlich nutzen Banken, Fonds oder etwa das US-Finanzministerium oder die amerikanische Notenbank (Fed) die jährlich bis zu 20.000 Dollar teuren Bloomberg Terminals, über die Finanznachrichten in Echtzeit zirkulieren.

"Hunderte Journalisten" hatten Zugriff auf vertrauliche Informationen

Bloomberg-Journalisten spähten über Jahre das Nutzungsverhalten ihrer Kunden unterdessen aus. Wie die New York Post berichtet, konnten „Hunderte“ der 2.400 Reporter einsehen, wann sich Bloomberg-Kunden einloggten und welche Informationen sie im Terminal nutzen, wie die New York Times am Wochenende enthüllte.

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Publik geworden ist der Skandal, nachdem die New York Post von einer Beschwerde der US-Investmentbank Goldman Sachs bei Bloomberg berichtet hatte. Goldman Sachs wurde hellhörig, als eine Bloomberg-Reporterin die US-Investmentbank damit konfrontierte, dass sich ein Mitarbeiter, der das Unternehmen verlassen hatte, wochenlang nicht auf seinem Terminal eingeloggt hatte.

Datenlecks inzwischen geschlossen

Welches Ausmaß der Spähskandal hat, ist noch unklar. Bloomberg bezeichnete die Vorkommnisse als einen „Fehler“ und entschuldigte sich bei Goldman Sachs.  Man habe in der Zwischenzeit „unverzüglich gehandelt“ und die Datenlecks geschlossen, teilte der wertvollste nicht börsengelistete Medienkonzern der Welt, dessen Wert Forbes auf 28 Milliarden Dollar taxiert, mit.  

Die US-Notenbank erklärte unterdessen, „wir schauen uns die Lage an und sind mit Bloomberg in Kontakt, um mehr herauszufinden.“   

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