Telekom: Obermann verteidigt Drosselpläne

Die Telekom will das Internet schneller machen. Was sich für Kritiker der “Drosselkom”-Pläne nach einem schlechten Scherz anhört, führt Telekom-Chef René Obermann im Welt-Interview als Mitgrund für die Einführung der neuen Tarife an: “Wir wollen die Preise soweit es geht stabil halten.” Wer nur gelegentlich viel Volumen verbrauche, könne das hinzubuchen. Die Preiserhöhung sei erforderlich, weil man in den nächsten Jahren rund sechs Milliarden Euro in den Netzausbau investieren müsse.

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"Der Wettbewerb ist so hart, dass wir ohnehin nur das verkaufen können, was sich am Markt durchsetzen lässt", sagte Obermann in der Welt. Es sei weiterhin das Ziel, Kunden zu halten und neue Kunden zu gewinnen. Auf die Frage, warum man die Diskussion jetzt vom Zaun breche, erklärt Obermann, der deutsche Telekommunikationsmarkt hätte in den letzten sieben Jahren einen Umsatzrückgang von neun Milliarden Euro verkraften müssen. Man hätte mit der Kritik gerechnet. “Und dass man mit der Ankündigung einer Preisdifferenzierung innerhalb der Netzgemeinde niemals Sympathiepunkte sammeln kann, war uns auch klar.”
Obermann hatte vergangene Woche bei der Bekanntgabe der Quartalszahlen erklärt, dass man Vielnutzer zur Kasse bitten wird. Der genaue Preis lasse sich noch nicht ausmachen, da sich der Markt dynamisch entwickle, so Obermann. Der Zuschlag solle auch nur die "Intensitvnutzer" treffen, keine Kunden mit durchschnittlichem Verbrauch. Der Telekom-Chef habe ebenfalls darauf hingewiesen, dass es sich lediglich um Preisdifferenzierungen handele, so die Nachrichtenagentur. Es werde weiterhin marktgerechte Tarife geben.
Der Internet-Anbieter hatte vor einigen Wochen angekündigt, seinen‘>, wenn sie eine bestimmte Datenobergrenze überschreiten. Die Pläne haben für eine Empörungswelle im Kundenstamm, in der Politik‘>Verbraucherschützern ausgelöst, die durch die Bevorzugung telekomeigener Dienste die Netzneutralität gefährdet sehen. Sogar die New York Times hat sich mit dem Thema befasst.

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