Anzeige

Coca-Cola verordnet sich Werbe-Diät

Ausgerechnet Coca Cola hat angekündigt, künftig ausgewogene Ernährung fördern zu wollen. In einem Vier-Punkte-Plan stellte der Limonaden-Produzent eine neue Marketing-Strategie vor. Teil des Konzepts ist unter anderem, keine Werbung mehr an Kinder unter 12 Jahren zu richten. Damit will sich der Konzern gegen die Vorwürfe wehren, eine Übergewichts bei Heranwachsenden zu fördern. Eine EU-weite Ampelkennzeichnung des Zuckergehalts wurde von Coca Cola aber stets bekämpft.

Anzeige
Anzeige

"Fettleibigkeit stellt die größte gesundheitliche Herausforderung in der heutigen Zeit dar und betrifft weltweit beinahe jede Familie und jedes Gemeinwesen. Es handelt sich um ein globales, gesellschaftliches Problem, das unsere Zusammenarbeit und unseren Beitrag erfordert", sagt Muhtar Kent, Chairman und CEO von The Coca-Cola Company. "Wir verpflichten uns, zur Lösung beizutragen, indem wir eng mit Partnern aus Wirtschaft, Staat und Zivilgesellschaft zusammenarbeiten."
Künftig will das Unternehmen eine größere Auswahl an kalorienarmen oder gar kalorienfreien Getränken anbieten und die Nährwertangaben auf der Vorderseite der Verpackungen platzieren. Seit 2006 gibt der Hersteller diese Angaben freiwillig auf seinen Flaschen und Dosen an. Die Platzierung auf der Vorderseite der Produkte soll mehr Transparenz und Orientierung bieten. Außerdem plant das Unternehmen Bewegungsprogramme in den rund 200 Ländern zu unterstützen, in denen es seine Produkte auf den Markt bringt.
Vor allem die Jugend soll nicht länger durch Werbung zum Zucker-Konsum verführt werden. Der Brause-Konzern will künftig auf Marketing in Schulen verzichten und keine Werbung in Programmen schalten, bei denen 35% der Zuschauer unter 12 Jahre sind. Cola-Konsum war in der Vergangenheit oft als Ursache für Übergewicht bei Jugendlichen kritisiert worden.
Weniger Zucker dürfte in Coca Cola trotzdem auch künftig nicht zu finden sein. Auf EU-Ebene hat sich Coca Cola zudem als einer der vehementesten Gegner einer so genannten Ampel-Kennzeichnung des Zuckergehalts bei Lebensmitteln hervorgetan. Durch die "Ampel" würde Verbrauchern durch eine farbliche Kennzeichnung auf Packungen sofort signalisiert, dass ein Produkt sehr viel Zucker enthält. Worte und Taten stehen bei dem Brause-Imperium also durchaus in einem gewissen Widerspruch. 

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*