Anzeige

P7S1: aufgehübscht bis zum Gehtnichtmehr

Woran merkt man am besten, dass die börsennotierte ProSiebenSat.1 Group zum Verkauf steht? Von Quartalsmeldung zu Quartalsmeldung werden die Jubelmeldungen euphorischer. Vorstandschef Thomas Ebeling kriegt sich bei den Zahlen zum 1. Quartal 2013 gar nicht mehr ein und schwärmt von weiteren 150 Mio. Umsatzpotenzial im Digitalgeschäft, die man bis 2015 “identifiziert” habe. Immerhin: Der Umsatz kletterte im Q1 um 12,7% auf 562,8 Mio. Euro, der operative Gewinn um 4,7% auf 128 Mio. Euro.

Anzeige
Anzeige

Auch unterm Strich blieb im 1. Quartal mehr Geld hängen, nämlich knapp 51 Mio. Euro (+23,8%). Die deutsche Free-TV-Sender rund um ProSieben und Sat.1, also das wichtige Kerngeschäft der Gruppe, konnten ihren Umsatz in den ersten drei Monaten um 4,7% auf 441,1 Mio. Euro steigern. Stolz vermeldet die Gruppe, dass sie stärker gewachsen sei als der Markt. Der Gruppenmarktanteil der deutschen TV-Sender Sat.1, ProSieben, kabel eins, sixx und Sat.1 Gold lag im ersten Quartal 2013 allerdings bei 26,6 Prozent und damit niedriger als im Vorjahr ( 28,5%). Neu-Verpflichtungen wie “Cindy aus Marzahn” oder der erfolgreiche Casting-Ableger “The Voice Kids” sollen es richten.

“Stärkster Wachstumstreiber” (noch so ein wunderbar glänzendes Zauberwort für Verkaufsprospekte) war wieder mal das Segment Digital & Adjacent mit einem Plus von knapp 44% auf 96,7 Mio. Euro Umsatz. Dazu gehören u.a. die Aktivitäten der Gruppe bei Online-Videos (MyVideo), Online-Games sowie Ventures, E-Commerce und Music. Der digitale Gemischtwarenladen brachte im 1. Quartal einen operativen Gewinn von 20 Mio. Euro (+14,6%).

Anzeige

Auch die Produktionstochter Red Arrow liegt im Plus und erwirtschaftete im 1. Quartal einen externen Umsatz von 25,1 Mio. Euro (Vorjahr: 11 Mio. Euro). Die TV-Gruppe bestätigt ihren Jahresausblick mit einem Umsatz, der im “mittleren einstelligen Prozentbereich” zulegen soll. Die Hausaufgaben sind gemacht, der Köder ist ausgelegt, die Braut aufgehübscht bis zum Gehtnichtmehr. Jetzt muss nur noch einer zugreifen.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*