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Digitalgeschäft rettet Springer-Ergebnis

Mit seinem Digitalgeschäft kann Springer auch weiterhin eine echte Erfolgsgeschichte erzählen. Im ersten Quartal rettete vor allem das Wachstum von rund 50 Prozent im Online-Rubriken-Geschäft die Bilanz der Berliner. Der Konzernumsatz stieg in den ersten drei Monaten zwar um 1,8 Prozent auf 803,6 Millionen Euro. Bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseffekte blieben die Gesamterlöse jedoch um 2,7 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurück. Vor allem das Print-Geschäft ist rückläufig.

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Der Konzernüberschuss konnte im ersten Quartal um 5,6 Prozent von 68,5 Millionen Euro auf 72,3 Millionen Euro erhöht werden. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich um 3,3 Prozent auf 64 Cent, während das bereinigte Ergebnis je Aktie von 68 Cent auf 54 Cent zurückging.

„Das starke Umsatz- und Ergebniswachstum der Digitalen Medien bestätigt uns in der Entscheidung, die digitale Transformation von Axel Springer beschleunigt voranzutreiben. Die Digitalen Medien sind nicht nur unser umsatzstärkstes Segment, sondern sie liefern auch den höchsten Ergebnisbeitrag“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner. „Wir arbeiten in sämtlichen Konzernbereichen mit Hochdruck an der Weiterentwicklung zum führenden digitalen Medienunternehmen. Wie angekündigt wird unser Ergebnis in diesem Jahr durch höhere Investitionen in die Digitalisierung und durch Strukturanpassungen des Printgeschäfts belastet.“ 
Die digitalen Medien sind mittlerweile der größte Geschäftsbereich der Berliner. Insgesamt steigerte das Segment seine Erlöse um 20,9 Prozent auf 318,2 Millionen Euro. Die Berliner verteilen ihr Web-Business mittlerweile auf drei Säulen.
In den Bereich der „journalistische Portale & andere digitale Medien“ fallen Bild.de, Welt Online, aufeminin.com oder Onet.pl. Dieses Segment konnte seinen Umsatz um 24,9 Prozent auf 103,7 Millionen Euro erhöhen. Das EBITDA legte hier um 24,3 Prozent auf 19,7 Millionen Euro zu.
Im Bereich „Performance Marketing“ lag der Umsatzanstieg nur bei 1,3 Prozent (jetzt 115 Millionen Euro).
Die dritte Säule, Axel Springer Digital Classified, also Online-Rubrikenmärkte, legte wohl die größte Erfolgsgeschichte hin. Die Rubrikenportale wie SeLoger, Immonet, Immoweb.be, StepStone, Totaljobs und meinestadt.de steigerten ihren Umsatz um rund 50 Prozent auf 99,4 Millionen Euro. Damit lieferte dieser Geschäftsbereich den höchsten Beitrag zum EBITDA des Segments Digitale Medien.
Schlechter sieht es bei dem Umsatz der inländischen Zeitungen aus. Er verringerte sich um 9,7 Prozent auf 249,3 Millionen Euro. Auch die Zeitschriften mussten leichte Einbußen auf jetzt 112,1 Millionen Euro hinnehmen.
Die Folge: „Unter der Annahme, dass es zu keiner signifikanten Beschleunigung der strukturell rückläufigen Entwicklung im Printgeschäft kommt, rechnet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2013 unverändert mit einem Anstieg der Konzernerlöse im niedrigen einstelligen Prozentbereich“, heißt es im Ausblick auf Gesamtjahr. Die Manager gehen davon aus, dass höhere Werbeerlöse und stabile übrige Erlöse die voraussichtlich sinkenden Vertriebserlöse überkompensieren können. Das Segment Digital wird weiter kräftig wachsen, während die Erlöse im Printgeschäft „voraussichtlich“ unter dem Vorjahreswert liegen werden. „Vor dem Hintergrund verstärkter Investitionen in die beschleunigte Digitalisierung und signifikanter Aufwendungen für Strukturanpassungen des Printgeschäfts erwartet Axel Springer für das Jahr 2013 einen Rückgang des Ebita im einstelligen Prozentbereich“.
Obwohl Springer besser als viele andere Verlage im Web-Geschäft aufgestellt ist, haben auch die Berliner noch immer massiv mit dem Struktur- und Medienwandel zu kämpfen.

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