Xing: Wachstumstreiber Headhunter-Geschäft

Publishing Auch im ersten Quartal dieses Geschäftsjahres bleibt das Business Netzwerk Xing auf Wachstumskurs, konnte seinen Umsatz um elf Prozent, auf 19,6 Millionen Euro und die Nutzerzahlen im deutschsprachigen Raum auf 6,3 Millionen steigern. Der bisherige Gewinn stagniert mit rund zwei Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Vor allem das Headhunter-Geschäft konnte zulegen und hat mit 5,3 Millionen Euro 32 Prozent Umsatz mehr eingespielt als zu Jahresbeginn 2012.

Werbeanzeige

"Unsere Lösungen für Unternehmen, die unter dem Fachkräftemangel leiden, verzeichnen weiterhin eine steigende Nachfrage. Mit unserem Talentmanager haben sie Zugriff auf das größte Talentnetzwerk des deutschsprachigen Raums", sagt CEO Thomas Vollmöller. Den größten Umsatz erzielte Xing aber vorrangig im Geschäftsbereich Premium Club, der im Wesentlichen das Geschäft mit Premiumkunden und den Bereich Display Advertising umfasst und im ersten Quartal bereits 12,9 Millionen Euro umgesetzt hat.
Auch die Zahl der Mitglieder steigt weiter: Im ersten Quartal hat Xing im deutschsprachigen Raum rund 205.000 neue Mitglieder hinzugewonnen und verfügt dort nun über rund 6,3 Millionen, weltweit sogar über 13,2 Millionen Anhänger.
Mehr Nutzer bedeuten in der Regel auch mehr Traffic. So hat das Netzwerk im Januar erstmals die fünf Millionen-Marke für Unique-Users geknackt (AGOF). Die im März erschienende App wurde bisher 70.000 heruntergeladen.
Trotz positiver Zahlen zeigt sich Vollmoeller allerdings nicht zufrieden. "Wir wollen deutlich stärker wachsen," sagt der Xing-Chef zur Nachrichtenagentur dpa. Rivale LinkedIn habe seinen Umsatz im vergangenen Quartal um 72 Prozent steigern können und erziele sogar fünf Mal so hohe Gewinne. Mit weltweit 218 Millionen Mitgliedern ist LinkedIn marktführend. Nur im deutschsprachigen Raum ist die Burda-Tochter noch mehr gefragt.
Um seine Attraktivität zu steigen will das Netzwerk jetzt sein Premium-Angebot ausbauen. "Im späten Herbst soll es ein neues Paket an Angeboten und Funktionen geben", kündigt Vollmoeller gegenüber der dpa an.

Mehr zum Thema

Burda-Shitstorm in Russland: Das sagen die Beteiligten

Abendzeitung-Verleger: “Die Perspektive der AZ ist hoffnungslos”

Drei neue Medienprojekte wollen das digitale Lebensgefühl erklären

Kommentare