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VHB übernimmt MEEDIA zu 100 Prozent

News in eigener Sache: Die Verlagsgruppe Handelsblatt übernimmt MEEDIA zu 100 Prozent. Verleger Dirk Manthey und Gründungschefredakteur Georg Altrogge, der mit einem Minderheitsanteil beteiligt war, haben ihre Anteile rückwirkend zum 1. April an die Düsseldorfer Verlagsgruppe abgegeben. Sitz des Portals bleibt wie bisher Hamburg. In einem Beitrag für MEEDIA sagt Verleger Dirk Manthey, die Verlagsgruppe Handelsblatt sei die "mit Abstand beste Adresse für MEEDIA".

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Ich freue mich immer, wenn MEEDIA News bringen kann, die noch nicht anderswo gestanden haben. Hier ist eine in eigener Sache: Mit dem heutigen Tag übernimmt die Verlagsgruppe Handelsblatt das Medienportal MEEDIA. Ich selbst möchte mich mit dem Verkauf von MEEDIA zeitlich entlasten.
Zusammen mit meinem Freund Georg Altrogge hab ich MEEDIA vor 5 Jahren gegründet. Es war eine spannende Zeit mit vielen interessanten Erfahrungen, in der wir alte Printleute so einiges über das Internet gelernt haben. Zum Beispiel, daß man jeder Programmier-Firma hoffnungslos ausgeliefert ist. Oder dass man eine Internetseite gar nicht so sehr für die Leser, sondern eher für die Suchmaschine von Google machen sollte.
Von solchen Kleinigkeiten abgesehen ging unser Konzept auf der Userseite voll auf. Schnell überholte MEEDIA in der IVW und in der AGOF so etablierten Diensten wie Kress, w&v und Horizont. Als erster überschritt MEEDIA die 1 Mio Visit-Marke im Monat. MEEDIA ist heute – das kann man sicher ohne Übertreibung sagen – die Informationsquelle Nr.1 für Medien-Nachrichten.
Die Machart von Georg Altrogge, im Internetzeitalter viele schnelle Meldungen zu bringen und die Homepage mehrmals am Tag zu aktualisieren, fand von Monat zu Monat mehr Freunde. Hinzu kam, dass er mit Christian Meier, Stefan Winterbauer, Jens Schröder und Alexander Becker glänzende Medien-Autoren an seiner Seite hatte.
Trotzdem hat sich MEEDIA wirtschaftlich immer etwas schwer getan. Das lag vor allem daran, dass MEEDIA bisher ein Internet-Only-Unternehmen ist. Für eine gute Rentabilität hätten wir – wie die Konkurrenz – um MEEDIA herum expandieren müssen: wir hätten einen großen Stellenmarkt einführen, Seminare und Kongresse veranstalten und auch noch ein Print-Produkt machen müssen. Davor haben wir immer zurückgeschreckt.
Ich selbst lebe inzwischen die meiste Zeit in Kalifornien und hab mit EAT SMARTER ein zweites Projekt gestartet, das sich zu meiner Freude recht gut entwickelt. Und mit dem ich noch so einiges vorhabe. Gleichzeitig hab ich aber auch eine gewisse Angst davor, dass meine Unternehmungen wieder zu groß werden und mich zu lange in Hamburg halten. 20 Jahre Milchstraße sind genug. Als Georg Altrogge dann den Wunsch äußerte, auch mal etwas anderes als „nur“ Medienjournalismus zu machen, war die Zeit reif, für MEEDIA eine neue Lösung zu finden.
Ich denke, die Verlagsgruppe Handelsblatt mit der breit aufgestellten Wirtschaftskompetenz ist die mit Abstand beste Adresse, MEEDIA fortzuführen. Ich bewundere den Elan, mit dem Gabor Steingart dort zur Sache geht. Und er hat alle die Synergien an der Hand, MEEDIA noch ein ganzes Stück erfolgreicher zu machen.
Ich werde MEEDIA weiter verbunden bleiben und hoffe, dass ich in Zukunft ab und zu mal wieder das schaffe, wozu ich in den letzten Monaten einfach nicht mehr gekommen bin: mal wieder für MEEDIA zu schreiben.

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