RTL testet Investigativformat mit Wallraff

Fernsehen Weniger Soap, mehr Doku: Mit gleich zwei neuen Formaten setzen die Kölner auf Recherche-Formate. “Restauranttester” Christian Rach geht in vier Folgen der neuen Doku-Reihe “Rach deckt auf” Ernährungsfragen auf den Grund - vom Kantinenesssen bis zum Schwindel mit regionalen Produkten. Ferner plant RTL eine Pilotsendung mit Enthüllungsjournalist Günter Wallraff, der in “Team Wallraff - Reporter undercover” Pate steht. Eine “Extra”-Reporterin recherchiert verdeckt im Billiglohn-Segment.

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“In einer Branche, in der hauptsächlich Frauen beschäftigt werden – mit Unterstützung Günter Wallraffs, der am Ende auch selber eingreift”, heißt es in einer Mitteilung des Senders. “Günter Wallraff unterstützt und berät die RTL-Reporterin von Beginn an und schlüpft schließlich wieder selbst in eine Rolle. Als potentieller Großkunde getarnt, trifft er auf einen namhaften Unternehmer, der mit seinen vielfältigen Möglichkeiten prahlt, selbstbewusste Angestellte gefügig zu machen oder vor die Tür zu setzen.” Um welche Branche es sich handelt und wer die Reporterin ist, verrät der Sender nicht. Die Sendung strahlt RTL am 17. Juni um 21.15 Uhr aus.
Außerdem avanciert Rach vom “Restauranttester” zum Ernährungsberater. In “Rach deckt auf” ist der Sternekoch Moderator und Experte zugleich. “Ich teste, ermittele undercover, konfrontiere und bitte die Verantwortlichen zum Gespräch”, erklärt der 55-Jährige auf seiner Webseite. Die letzte Staffel von “Rach, der Restauranttester” startete im Januar schwach und endete unter den Werten früherer Staffeln. In der ersten Folge besucht Rach sogenannte "Krabbenfarmen" in Asien, deren Erzeugnisse auf dem deutschen Markt als regionale Lebensmittel verkauft werden.
Erst kürzlich kündigte RTL-Unterhaltungschef Tom Sänger Veränderungen im Programm an, wenn auch vorrangig auf die Castingshow “Deutschland sucht den Superstar” bezogen. "Aufgrund des Lebenszyklus des Formates reicht es nach zehn Jahren nicht mehr, an kleinen Rädchen zu drehen", so Sänger gegenüber dem Spiegel. "Wir müssen drastischer sein, am großen Rad drehen." Derzeit führe man Gespräch mit allen Partnern und plane für die kommenden Monate eine Entwicklungsoffensive. Man werde so viel investieren in Sendungen wie lange nicht.

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