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Quartalsbilanz: LinkedIn stößt an Wachstumsgrenze

Harte Landung nach Handelsschluss: Um 11 Prozent stürzten die erfolgsverwöhnten Anteilsscheine von LinkedIn an der Wall Street ab. Der Grund: Die Geschäftsbilanz fiel nicht ganz so aus wie von Analysten prognostiziert. Dabei sind die Zuwachsraten von LinkedIn immer noch beeindruckend: Das Online-Business-Netzwerk kann immer noch Umsatzsprünge von über 70 Prozent und inzwischen nachhaltige Gewinne vorweisen. Doch die Aktie ist soweit gelaufen, dass der leicht schwächere Ausblick für den Kursrutsch sorgt.

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Harte Landung nach Handelsschluss: Um 11 Prozent stürzten die erfolgsverwöhnten Anteilsscheine von LinkedIn an der Wall Street ab. Der Grund: Die Geschäftsbilanz fiel nicht ganz so aus wie von Analysten prognostiziert. Dabei sind die Zuwachsraten von LinkedIn immer noch beeindruckend: Das Online-Business-Netzwerk kann immer noch Umsatzsprünge von über 70 Prozent und inzwischen nachhaltige Gewinne vorweisen. Doch die Aktie ist soweit gelaufen, dass der leicht schwächere Ausblick für den Kursrutsch sorgt.

Die Börse liebt das große Drama mit runden Zahlen: Eine Stunde lang stand die „2“ vorne – bei über 200 Dollar ging LinkedIn aus dem Handel und in die Quartalszahlen. Dann wurde die Geschäftsbilanz für das abgelaufene erste Quartal verkündet – und die Allzeithochs waren wieder Geschichte. Eine Minute nach Handelsschluss notierten LinkedIn-Aktien elf Prozent tiefer bei nur noch 180 Dollar.

Dabei fällt die Geschäftsbilanz auf den ersten Blick weiter stark aus: 325 Millionen setzte das vor mehr als zehn Jahren gegründete Online-Business-Netzwerk zwischen Januar und März um – satte 72 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten nur mit 317 bis 318 Millionen Dollar gerechnet.

Wachstum schwächt sich ab: "Nichts währt für immer"

Allerdings: Die Wachstumsdynamik verebbt zusehends. Im Vorquartal legten die Erlöse noch um über 80 Prozent zu – im Vorjahreszeitraum um mehr als 100 Prozent. „Nichts währt für immer“, titelt der Business Insider.

Dabei fangen die Gewinne erst an zu wachsen. Nach 5 Millionen im Vorjahreszeitraum konnten LinkedIn nunmehr einen Gewinn von 23 Millionen Dollar oder 20 Cent je Aktie ausweisen.  Vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen wären es gar 83 Millionen Dollar oder 45 Cent je Anteilschein gewesen.

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Ausblick wird LinkedIn zum Verhängnis

Jedoch: Im laufenden Quartal könnten sich die Geschäfte etwas schwächer entwickeln als von Analysten prognostiziert. So gab LinkedIn selbst „nur“ einen Umsatz-Ausblick heraus, der 50 bis 52 Prozent über Vorjahresniveau lag – nämlich bei 342 bis 347 Millionen Dollar. Analysten hatten aber 360 Millionen Dollar gerechnet.

Auch der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen könnte mit 77 bis 79 Millionen geringer ausfallen als die Wall Street es mit 85 Millionen Dollar prognostiziert hat. Auch auf Jahressicht liegt LinkedIns Prognose mit Erlösen von 1,43 bis 1,46 Milliarden Dollar ebenfalls marginal unter der Analystenschätzungen von 1,49 Milliarden Dollar.  

Die Folge: LinkedIns phänomenaler Kursanstieg von 400 Prozent seit dem IPO vor zwei Jahren und 75 Prozent seit Jahresbeginn hat nach Monaten erst einmal einen Dämpfer bekommen.

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