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NDR-Unglück: 8 Uhr-„Tagesschau“ fiel aus

8:00 Uhr Freitagmorgen: Zeit für die "Tagesschau" im Ersten. Doch die Nachrichtensendung im Rahmen des Morgenmagazins kommt nicht. Die Zuschauer werden darauf hingewiesen, dass die Schalte ausnahmsweise ausfalle. Gegen 11:30 Uhr gibt der zuständige NDR die Gründe bekannt: Unmittelbar vor der 8.00-Uhr-Sendung sei eine für den Sendeablauf unverzichtbare Mitarbeiterin kollabiert. Dies habe eine ärztliche Erstversorgung im Regieraum von ARD-aktuell in Hamburg erforderlich gemacht.

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Die ARD produziert im wöchentlichen Wechsel mit dem ZDF die Nachrichten-Sendungen im Morgenmagazin. Dieses läuft von 5.30 Uhr bis 9 Uhr. Im Halbstundentakt werden kurze Ausgaben der "Tagesschau" oder "heute"-Nachrichten gezeigt. Am heutigen Freitagmorgen war Susanne Daubner als "Tagesschau"-Nachrichtensprecherin im Einsatz.
Über den Ausfall der Tagesschau am Morgen berichtete als erstes Focus Online. Der Nachrichtenseite gegenüber bestätigte der NDR den Ausfall, stellte aber klar: "Wir dürfen vorerst nichts sagen." Zunächst müsse mit Chefredakteur Kai Gniffke gesprochen werden.
In einer Presseerklärung schreibt der NDR, dass eine unverzichtbare Mitarbeiterin kollabiert sei und im Regieraum ärztlich erstversorgt werden musste. Dr. Kai Gniffke, Erster Chefredakteur ARD-aktuell erklärt: "Die Kollegin wird jetzt im Krankenhaus behandelt. Wir wünschen ihr alles Gute!" Die Tagesschau um 8.30 Uhr wurde wie geplant gesendet. 
1988 war schon einmal die Ausstrahlung der Haupt-"Tagsschau" aus Hamburg unmöglich. Die damalige Rundfunk-Gewerkschaft RFFU hatte einen Warnstreik organisiert. Die "Tagesschau" als Sendung fiel jedoch nicht aus. Kurzfristig wurde die 20-Uhr-Nachrichtensendung vom Bayerischen Rundfunk in München produziert.
Der NDR betont in seiner Stellungnahme, dass es sich nicht, wie zunächst auch bei MEEDIA berichtet, um den ersten Ausfall einer "Tagesschau" handelte. Vor rund zehn Jahren habe es bereits einen Tagesschau-Ausfall gegeben. Damals sei an einem Sonntagmorgen ein Verteiler für die öffentliche Stromversorgung in der Nähe des ARD-aktuell-Studios bei Bauarbeiten beschädigt worden.

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