Die große Facebook-Volkszählung

Der Mathematiker Stephen Wolfram, Kopf hinter der Suchmaschine "Wolfram Alpha", hat eine umfangreiche Analyse zu Facebook-Freundschaften erstellt. So hat der durchschnittliche Facebook-Nutzer demnach 342 Freunde im weltgrößten Sozialen Netzwerk. Die meisten Nutzer haben Facebook-Freunde im ungefähr gleichen Alter. Das ändert sich allerdings ab Mitte Fünfzig. In einigen Punkten ergeben Wolframs Facebook-Daten erstaunliche Parallelen zur Volkszählung in den USA.

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So schreibt Stephen Wolfram, dass die Nutzer im Schnitt 342 Freunde haben. Bezieht man aber auch noch die die Freunde der Freunde in die Statistik mit ein, zeigt sich, dass die meisten Facebook-Nutzer nur sehr wenige Freunde haben. Will heißen: es gibt relativ wenige Facebook-Nutzer mit sehr vielen Freunden und relativ viele Nutzer mit sehr wenigen Freunden. 
Weitere interessante Erkenntnisse der Untersuchung: 
– Die typische Anzahl der Facebook-Freunde variiert nach Alter des Nutzers. Im Teenager-Alter gilt: Je älter der Nutzer, umso mehr Freunde hat er. Etwa ab dem zwanzigsten Lebensjahr ändert sich das. Ältere Nutzer haben hier eher weniger Freunde als jüngere. 
– Die meisten Nutzer haben hauptsächlich Freunde, die in einem vergleichbaren Alter sind, wie sie selbst. Erst bei Nutzern Mitte Fünfzig ändert sich das und die Altersstruktur der Facebook-Freunde ist ausgeglichener, wobei auch hier stets eine Spitze im eigenen Altersbereich zu erkennen ist. Ein Grund dafür könnte darin liegen, dass ab Mitte Fünfzig auch die eigenen Kinder auf Facebook zu finden sind.
– Die Beziehungsangaben folgen einem Altersmuster. Die Zahl der Singles nimmt bis Mitte Dreißig kontinuierlich ab. Bis Mitte Zwanzig steigt vor allem die Zahl der Personen, die angeben, „in einer Beziehung“ zu sein. Ab Mitte Zwanzig bis etwa Mitte Dreißig gibt es einen starken Anstieg von Nutzern mit dem Beziehungsstatus "verheiratet". 
– Interessant in Sachen Beziehungsstatus „verheiratet“: Die Facebook-Daten sind sehr dicht an dem, was auch bei der Volkszählung in den USA als Ergebnis festgestellt wurde.
– Tendenziell haben die Freunde von Nutzern mit vielen Facebook-Freunden selbst viele Freunde auf Facebook. 
– Die Freunde unterteilen sich in thematische Clustern. Bei jüngeren Nutzern sind es im Schnitt drei Cluster, bei älteren vier. Solche Cluster können zum Beispiel, Familie, Job und Sport sein.
-Mit diesen Clustern und wie sie zueinander stehen, sprich welche Verbindungen es gibt, könnten sich genauere Daten über die Art menschlicher Beziehungsgeflechte ermitteln lassen
– Aus den Facebook-Posts – sortiert nach Alter der Verfasser – lässt sich eine Aussage darüber treffen, ob gewisse Themen an Bedeutung gewinnen oder verlieren. 
Weitere Erkenntnisse und mehr Details sind im Blogpost von Stephen Wolfram nachzulesen.

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