Amazons Wachstumsstory geht weiter

Jeff Bezos’ gigantische Wette auf die Zukunft geht weiter auf. Bei Vorlage der jüngsten Quartalszahlen machte Amazon das, was es am besten kann: nach Vorstellung der Wall Street zu wachsen. Das funktioniert in erster Linie über den Umsatz, den der nach Google zweitwertvollste Internetkonzern der Welt zwischen Januar und März um 22 Prozent steigern konnte. Gewinne? Wie oberflächlich! Damit die Bilanz nicht rot ausfällt, wies Jeff Bezos den eher symbolischen Profit von 82 Millionen Dollar aus. Die Aktie kratzt an Allzeithochs.

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Jeff Bezos’ gigantische Wette auf die Zukunft geht weiter auf. Bei Vorlage der jüngsten Quartalszahlen machte Amazon das, was es am besten kann: nach Vorstellung der Wall Street zu wachsen. Das funktioniert in erster Linie über den Umsatz, den der nach Google zweitwertvollste Internetkonzern der Welt  zwischen Januar und März um 22 Prozent steigern konnte. Gewinne? Wie oberflächlich! Damit die Bilanz nicht rot ausfällt, wies Jeff Bezos den eher symbolischen Profit von 82 Millionen Dollar aus.

Die größte Liebesbeziehung geht weiter: Jeff Bezos kann mit Amazon einfach nichts falsch machen – Anleger fressen dem 47-Jährigen weiter aus der Hand. Ein Gewinnrückgang von 37 Prozent? Apple wäre dafür beerdigt worden. Amazon indes kommt seit Jahren damit durch, dass am Ende nur eine Kennziffer in der Bilanz zählt: das Umsatzwachstum.

Die Rechung geht folgendermaßen: Solange die Erlöszuwächse die Wall Street-Erwartungen treffen oder übertreffen, haben die Gewinne bei  Amazon bestenfalls symbolischen  Charakter. Die Hypothese lautet: Bei Umsätzen von mehr als 50 Milliarden Dollar im Jahr kann Amazon irgendwann beliebig an der Gewinnschraube drehen – so lange muss er nur nachweisen, dass  Amazon profitabel arbeiten kann.

Börse nachsichtig mit Bezos solange das Wachstum stimmt

Das gelang im ersten Quartal des neuen Jahres erneut problemlos. Amazon verdiente vor Steuern 181 Millionen Dollar – 6 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2012. Unterm Strich blieben 82 Millionen Dollar, das waren 37 Prozent weniger als im Vorjahr. Dafür zogen entsprechend die Umsätze an: Nach 13,18 Milliarden Dollar vor einem Jahr konnte der Online-Einzelhändler seine Erlöse nunmehr auf 16,07 Milliarden steigern – ein in diesen Dimensionen immer noch stattlicher Zuwachs von 22 Prozent.

Im laufenden Quartal taxierte Bezos die Erlöse auf 14,5 Milliarden bis 16,2 Milliarden Dollar, was einem Zuwachs von 13 bis 26 Prozent entspricht. Dass dabei sogar ein Minus anfallen dürfte, gehört zu Amazons Wachstumsphilosphie – die Erträge wurden zwischen 340 bis 10 Millionen Dollar eingegrenzt, wobei eben exakt 340 Millionen Dollar für die Kompensation von Aktienoptionen fällig werden, andernfalls wäre es ein weiteres Quartal an der  Nulllinie.

Für Anleger sind Gewinne bei Amazon weiterhin totale  Nebensache: Die Aktie zieht im nachbörslichen Handel auf 280 Dollar an und notiert damit nicht mal zwei Prozent unter neuen Allzeithochs. Nach der Telefonkonferenz setzte dann aber auch der Ausverkauf ein – und die Aktie tendierte ins Minus.

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