Hans-Jochen Vogel als Promi-Zeuge bei NSU-Verlosung

Die Vergabe der Presseplätze beim NSU-Prozess wird immer bizarrer. Laut Bericht von Handelsblatt.com soll der frühere SPD-Vorsitzende Hans-Jochen Vogel bei der Verlosung der Presseplätze als "Promi-Zeuge" anwesend sein.

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Dies sei der Wunsch des Münchner Notars Dieter Mayer gewesen. Neben dem Notar und "Promi-Zeuge" Vogel sei nur noch ein "Protokollant" bei der Verlosung der Presseplätze anwesend. Die Verlosung soll am Montag, 29. April über die Bühne gehen. Die Ergebnisse der Auslosung der Presseplätze sollen dann am Montag um 14.30 Uhr auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben werden.

In einem ersten Akkreditierungsverfahren, bei dem die Presseplätze strikt nach Eingang vergeben worden waren, blieben türkische Medien außen vor. Die führte zu internationalen Protesten, da die meisten Opfer der NSU-Terrorzelle türkischstämmig waren. Das Bundesverfassungsgericht entschied nach der Klage einer türkischen Zeitung, dass die Vergabe der Presseplätze neu zu regeln sei. Das Münchner Oberlandesgericht entschied sich daraufhin, die Plätze nach Kontingenten sortiert zu verlosen.

Dabei gibt es auch reservierte Kontingente für türkische und internationale Medien. Wegen des neuen Vergabeverfahrens wurde der Prozessbeginn zudem auf den 6. Mai verschoben.

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