Coca Cola startet deutsches Web-Magazin

Coca Cola, namhafter Hersteller einer koffeinhaltigen Brause, bringt sein Konzept einer Unternehmenswebsite in Magazinform nach Deutschland. Dabei wandelt sich die Firmenwebsite www.coca-cola-deutschland.de zum Entertainment- und Lifestyle-Magazin “Journey”. In den USA wurde dieser Schritt bereits Ende 2012 vollzogen. Neben Coca-Cola-Infos finden sich dort nun auch allgemeine Inhalte zu Themen wie Entertainment und Gesellschaft. Für das deutsche “Journey” wurde ein eigenes Team verpflichtet.

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Laut Angaben einer Coca-Cola-Deutschland-Sprecherin gegenüber MEEDIA wurden in Berlin zwei Redakteure für "Journey" fest angestellt, außerdem arbeitet mit "einer Hand voll" Freien zusammen. An eigenen Inhalten gibt es bei “Journey” u.a. die Rubrik “7 Fragen zur Lebensfreude”, die aktuell Oliver Bierhoff, Manager der Fußball-Nationalmannschaft, beantwortet. Oder es existiert eine Rubrik namens “Blogoskop”, in der interessante Blogs vorgestellt werden. Natürlich werden auch Inhalte der US-Website “Journey” übernommen und es gibt weiterhin Daten und Infos zum Coca-Cola-Konzern. Außerdem werden für “Journey” zahlreiche Audio- und Video-Beiträge produziert. Kritisches sucht man bei Websites wie “Journey” natürlich vergeblich. Ziel sei es, acht bis zehn neue Geschichten pro Monat auf die Seite zu bekommen.

Zum Start begrüßt Patrick Kammerer, Director Public Affairs & Communications von Coca Cola Deutschland, die Leser im grauen Coca-Cola-T-Shirt vor roter Wand, Cola-Kronkorken wie Konfetti werfend. Die Botschaft soll wohl lauten: So unglaublich locker geht es bei Coca Cola zu. Zum Start von “Journey” in den USA hieß es, dass das Brause-Imperium pro Jahr mehrere Millionen Dollar in das Projekt investieren will. Die deutsche “Journey”-Seite ist die erste außerhalb der USA. Weitere sollen folgen. Die US-Seite sei sehr gut angenommen worden, heißt es bei Coca Cola. Die Zugriffszahlen hätten sich seit der Umstellung auf das Magazin-Konzept "rasant" gesteigert. Innerhalb eines halben Jahres sei man nun kurz davor die Sechs-Millionen-Visits-Marke zu knacken.

Für Medien ist das Projekt bemerkenswert, denn mit “Journey” wandelt der Konsumgüter-Produzent Coca Cola auf klassischen Medienpfaden und wird selbst zum Inhalte-Anbieter. Ganz ähnlich übrigens wie die österreichische Hallo-Wach-Limo Red Bull mit ihrem angeschlossenen TV-Sender (Servus TV) und Print-Erzeugnissen (u.a. Red Bulletin). Print-Pläne verfolgt Coca Cola mit "Journey" übrigens nicht. Man verstehe "Journey" als Dialog-Plattform für eine mobile Zielgruppe, so die Coca-Cola-Sprecherin zu MEEDIA. Hierfür sei das Internet das geeignetere Medium.
Während viele klassische Medienunternehmen schwächeln, wenden sich Konsumgüterhersteller also verstärkt der Medienproduktion zu. Das ist ein Trend, der sich in den kommenden Jahren noch verstärken dürfte.

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