Sparhammer beim Weser Kurier

Publishing Der nächste Regionalverlag schwingt den Sparhammer. Gerade erst hatte die Funke Gruppe in Essen massive Stellenkürzungen angekündigt. Jetzt folgt die Bremer Tageszeitungen AG (BTAG). Nach Informationen des Deutschen Journalisten-Verbandes will der Verlag, der hinter dem Weser-Kurier und den Bremer Nachrichten steht, rund ein Drittel aller Stellen streichen. Insgesamt sollen rund 110 Arbeitsplätze betroffen sein. Alleine in der Redaktion könnten 20 der 100 Redakteure betroffen sein.

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Im Zuge der Neustrukturierungen will die BTAG offenbar auch die Berichterstattung der Regionalausgaben Achimer Kurier und Verdener Nachrichten an einen externen Dienstleister vergeben. Die in den betroffenen Redaktionen tätigen Redakteure sollen auf andere Standorte verteilt werden.

Dieser Schritt ist jedoch keine radikale Neuerung. Bereits die BTAG-Regionalredaktionen des Delmenhorster Kuriers, der Regionalen Rundschau (Brinkum) und des Syker Kuriers wurden an den Dienstleister PDN vergeben. Der DJV bemängelt, dass PDN seine Redakteure „weit unter dem gültigen Tarifvertrag für Tageszeitungsredakteure bezahlen“ würde. „Der DJV Bremen ist entsetzt“, heißt es zudem in der Mitteilung der Gewerkschaft.
Der Weser Kurier hat aktuell – wie allerdings die gesamte Branche – mit Auflagenverlusten zu kämpfen. Im Gesamtverkauf kam die Tageszeitung im ersten Quartal auf 162.276 Exemplare. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Minus von 2,5 Prozent.

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