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Neues Magazin: mehr Stil für SZ-Leser

Aus einem Magazin-Ressort erwächst ein neues Heft: Am Donnerstag liegt der Süddeutschen Zeitung erstmals das neue Stil Leben-Magazin bei. Außerhalb des klassischen SZ-Magazins soll sich das neue Heft um die schönen Dinge des Lebens kümmern, die Leser inspirieren und die Anzeigenkunden begeistern sollen. Zum Start geht es um Uhren und Schmuck. Im MEEDIA-Interview verrät Chefredakteur Timm Klotzek, was ihn und seine Redaktion inspiriert und für die Idee eines neuen Stil-Magazins begeistert hat.

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Beim ersten Blick auf das neue Stil-Magazin fallen sofort die ungewöhnlichen Maße auf.
Ja, „Stil Leben“ ist zwar ein Ableger des SZ-Magazins, soll aber von der ersten Ausgabe an auch als neues Supplement der Süddeutschen Zeitung eigenständig wirken. Wir haben uns deswegen für ein anderes Format entschieden – etwas höher und etwas breiter als das Hauptheft. Und das Papier ist dicker, man fühlt also auch gleich: Hier kommt was Neues aus dem Hause SZ-Magazin.

 
Warum bringen Sie überhaupt ein neues Magazin heraus, das sich mit Stil oder diesmal ganz konkret mit Uhren und Schmuck beschäftigt? Hätten Sie nicht einfach das SZ-Magazin erweitern können?
Mit dem SZ-Magazin bilden wir jeden Freitag ein sehr breites Themenspektrum ab. Es gibt ja auch beim SZ-Magazin monothematisch Hefte zu besonders populären Themen.
 
Themen wie Mode, Essen & Trinken oder Männer und Frauen. Nicht aber zu Stil-Themen?
Schmuck und Uhren sind spezieller und der Jahresplan des SZ-Magazins ist schon sehr dicht. Daher dachten wir uns: Warum nicht aus dem wöchentlichen Ressort „Stil Leben“ gleich ein ganzes, neues Magazin machen?
 
Vor allem bei vielen Lifestyle-Heften habe ich immer wieder das Gefühl, als ob es ein Missverhältnis zwischen den Werbeaufwendungen für Uhren und dem tatsächlichen Interesse der Leser für das Thema geben würde.
Es ist in diesem Dreieck wirklich jedem gedient, wenn der Leser sich mit dem redaktionellen Teil eines Magazins gerne und lange beschäftigt. Uns Journalisten – und natürlich auch der werbetreibenden Industrie, in die in solchen Umfeldern schaltet. Wenn es so wäre, dass unsere Leserinnen und Leser mit dem Magazin nichts anfangen können, wäre auch Werbung deplatziert. Natürlich gibt es, gerade in der gehobenen Leserschaft der Süddeutschen Zeitung, sehr viele Menschen, die sich für Uhren und Schmuck interessieren – sonst kämen diese Branchen nicht auf ihre Verkaufszahlen. Am Ende sind es ja unsere Leser, die in die Geschäfte gehen und diesen Umsatz machen.
 

Beim Blättern durch das neue Heft fällt auf: Die Unternehmen und Mediaagenturen scheinen bereit zu sein, mit ihnen den Weg eines neues Magazins gehen zu wollen.
Tatsächlich sind wir mit der Anzeigenlage in dieser ersten Ausgabe von „Stil Leben“ sehr zufrieden. Es freut uns natürlich, dass der Marke SZ-Magazin so sehr vertraut wird, dass auch der erste Ableger mit Vorschussvertrauen gebucht wird. Wir konnten ja nur von unserem Konzept erzählen und noch kein fertiges Heft vorzeigen. Die Idee, ein Uhren- und Schmuck-Heft mit vielen Reportagen, Essays, Feuilletons und Interviews zu füllen, ist bei Werbekunden und Agenturen sofort gut angenommen worden.
 
Ganz grundsätzlich: Leiden zu viele Lifestyle- und Stil-Hefte unter zu viel Kooperation zwischen Vermarktung und Redaktion?
Ich mag nicht über eine ganze Branche richten, in der ich mich auch nur am Rande auskenne. Wir vom SZ-Magazin haben einfach gemacht, was wir freitags auch probieren: Möglichst spannende Geschichten zu erzählen, möglichst gute Bilder zu drucken. Die Philippinen-Reportage im „Stil Leben“ ist dafür ein gutes Beispiel. Ein spannender Mensch, der über Jahrzehnte versucht hat, eine goldfarbene Perle zu züchten – jetzt ist es ihm gelungen. Wir haben für diese Geschichte von München aus einen Fotografen und aus Shanghai eine Autorin entsandt: Das Ergebnis ist eine klassische Abenteuer-Reportage, guter Lesestoff nach einer aufwändigen Produktion: Qualitätsjournalismus eben.
 
Was ist das journalistisches Ziel des neuen Magazins?
Wie beim freitäglichen SZ-Magazin auch: Als Ergänzung zur Süddeutschen Zeitung deren Leserinnen und Leser zu unterhalten und zu inspirieren.
 
Von wem wurden Sie selbst inspiriert? Gibt es ein Vorbild für den Neuling?
Es war schon unsere eigene Idee. Aber am ehesten ähnelt unser der Ansatz von „Stil Leben“ wohl dem „T-Magazine“ der New York Times.
 
Für dieses Jahr ist bereits ein zweites Heft für Oktober geplant. Kommt im nächsten Jahr das neue Stil-Magazin öfter?
Diesen Donnerstag erscheint die erste Ausgabe. Am 24. Oktober dann die zweite Ausgabe – zu einem Thema, das wir bald entscheiden. Wir machen einen Schritt nach dem nächsten.

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