MDR fahndet nach Zeugen von „Tatort“-Dreh

Wer kennt die Dame „mit blonden Strähnchen“ und Kinderwagen, die „eine Bratwurst isst“? Der neue "Tatort" aus Weimar mit Christian Ulmen und Nora Tschirner will vor allem mit Humor punkten. Bereits vor seiner Erstausstrahlung sorgt der Krimi nun für die ersten Schmunzler. Denn via Pressemitteilung fahndet der MDR nach Schaulustigen, die bei den Dreharbeiten – eher zufällig - dabei waren. Aus Versehen wurde sie mitgefilmt. Ganz die Polizeiprofis, startete der Sender deshalb einen Suchaufruf.

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Mit Hilfe einer Pressemitteilung, Web-Aufruf und Radio-Beiträgen fahndet der MDR nach seinen Zufalls-Komparsen. „Wer am Freitag, dem 5. April 2013 zwischen 7 und 19 Uhr bei den Dreharbeiten auf Marktplatz in Weimar zugeschaut hat, könnte (un-)freiwillig zum "Tatort-Schauspieler" geworden sein“, heißt es in der Suchanzeige. „An diesem Tag wurde ein SEK-Einsatz am Rathaus gedreht und dabei sind einige Passanten unbeabsichtigt ins Bild geraten.“

Der Dreh war offenbar ein voller Erfolg und die Regisseurin Franziska Meletzky hochzufrieden. Dumm nur, dass sie das Material möglicherweise nicht wird verwenden können. Das geht nur mit der Einverständniserklärung der Leute, die im Bild sind. „Wenn ich diese Erklärung habe, ist das kein Problem. Ich kann schöner schneiden und Sie sehen sich am 26. Dezember 2013 im Tatort!“, erklärt Meletzky.

Anders als die echte Kripo dürfen die MDR-Ermittler nicht die Bilder der Leute zeigen, die sie jagen. Denn dann könnten sie diese genauso gut auch in den Film schneiden. Also müssen die Thüringer auf die gute alte Personenbeschreibung zurückgreifen. Gefahndet wird nach „einer jungen Frau mit dicker weißer Jacke und weißem Schal, die sehr intensiv ihr Handy bearbeitet“ oder „einen jungen Mann mit dunkler Mütze und dunkler Jacke, der ein Kind auf dem Arm hält“. Das Kind soll eine beigefarbene Mütze und eine rote Jacke tragen.

Neben der Schmunzel-Komponente hat die Jagd nach den „Tatort“-Komparsen auch einen gewissen PR-Effekt. Zumindest in der Region Weimar wird jetzt schon umso mehr über den ersten Krimi aus Thüringen berichtet.

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