Zeitungsverleger: „DJV-Forderungen völlig überzogen“

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) bezeichnet die Gehaltsforderungen des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) als "verantwortungslos". BDZV-Vorstand Georg Wallraf droht, dass bei Umsetzung "Arbeitsplätze in den Redaktionen ernsthaft gefährdet würden." Der DJV gab gestern bekannt, in den kommenden Tarifrunden sechs Prozent mehr Gehalt für Redakteurinnen und Redakteure bei Tageszeitungen aushandeln zu wollen.

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Die Branche befinde sich in einem "tiefgreifenden Transformationsprozess", dessen wirtschaftliche Rahmenbedingungen "keinen Spielraum für Presonalkostenbudget" lassen würden, heißt es auf Seiten des BDZV. Wallraf appelliert, dass beide Seiten – Verleger wie auch Gewerkschafter – Verantwortung für die Sicherung von Arbeitsplätzen übernehmen müssten. Die kommende Tarif-Verhandlungen hätten nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn dies berücksichtigt werde. "Völlig überzogene Gehaltsforderungen zählen nicht dazu", sagt Wallraf.
Der DJV, der seine Forderungen am gestrigen Montag bekannt gab, werde sich nur über Anpassungen gesprächsbereit zeigen, wenn die Tarifverträge "mit der Arbeitswirklichkeit Schritt halten", so DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring. "Mit dem Versuch einer bloßen Absenkung der Bedigungen würden die Verleger auch in dieser Tarifrunde scheitern."

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