Samsungs schmutziger Krieg im Social Web

Dass aus Apple und Samsung keine Freunde mehr werden, ist spätestens nach dem Jahrhundert-Patentprozess vom vergangenen Sommer klar. Doch wie tief ist die Feindschaft? Ziemlich tief, wenn man den milliardenschweren Werbeaufwand betrachtet, mit dem der koreanische Smartphone-Riese gegen Apple zu Felde zieht. Doch dort ist nicht Schluss: Nachdem in der vergangenen Woche die Praktiken des bezahlten HTC-Bashings publik wurden, geriet am Wochenende das Apple-Blog von CNN Money in einen Samsung-Shitstorm.

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Dass aus Apple und Samsung keine Freunde mehr werden, ist spätestens nach dem Jahrhundert-Patentprozess vom vergangenen Sommer klar. Doch wie tief ist die Feindschaft? Ziemlich tief, wenn man den milliardenschweren Werbeaufwand betrachtet, mit dem der koreanische Smartphone-Riese gegen Apple zu Felde zieht. Doch dort ist nicht Schluss: Nachdem in der vergangenen Woche die Praktiken des bezahlten HTC-Bashings publik wurden, geriet am Wochenende das Apple-Blog von CNN Money in einen Samsung-Shitstorm.

Hat Samsung das nötig? Seit drei Jahren befinden sich die Südkoreaner auf der Überholspur. Befeuert durch den unglaublichen Erfolg der Galaxy-Smartphones ist Samsung zum größten Apple-Rivalen aufgestiegen und hat das iPhone zahlenmäßig nach Absätzen gar überholt.

Den Erfolg hat sich Samsung durchaus mit harten Bandagen erkämpft. Unglaubliche 5,3 Milliarden Dollar beträgt das Marketingbudget inzwischen, das großzügig für aufwendige Anti-iPhone-Spots verwendet wird. Doch an dieser Stelle endet Samsungs PR-Kriegsführung nicht. Auch kleinere Rivalen wie HTC werden durch bezahltes Bashing hart angegangen.

Plötzliche Kommentar- und Like-Flut auf Apple-Blog

Apple wurde am Wochenende offenbar ebenfalls Opfer eines gezieltes Ausschwärmens von Samsungs Social-Media-Aktivisten. Das Apple-Blog von CNN Money, das vom Wirtschaftsjournalisten Philip Dewitt-Elmer geführt wird, fragte sich in einem der jüngsten Beiträge, welche Auswirkung Samsung Guerilla-Taktik eigentlich inzwischen auf Apples Aktienkurs habe. Sogar Gerüchte, Samsung hätte Shortwetten – also: Leerverkäufe – in großen Stil auf die Apple-Aktie eingegangen, kursierten zuletzt.

Der Beitrag zog ungewöhnliche 400 Kommentare nach sich, die per Daumen hoch oder runter bewertet werden können. Auffällig: Um 2 Uhr morgens Ostküstenzeit – Nachmittags südkoreanischer Zeit – brach eine regelrechte Kommentar- und Like-Flut aus, die Apple betreffenden Kommentare abwerteten und alles, was Samsung in einem besseren Licht dastehen ließ, aufwerteten. Dewitt-Elmers Folgerung: Der Artikel war „wohl ein Stich ins Wespennest“.

Im Laufe dieser Woche sprechen dann wieder die Zahlen. Apple legt am Dienstag nach Handelsschluss seine Quartalszahlen vor, Samsung vor Eröffnung des asiatischen Handels wenige Stunde später.

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