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DJV fordert sechs Prozent mehr Gehalt für Redakteure

Zeitungsverleger sollen zügig in die Tarifverhandlungen mit einsteigen: Der Deutsche Journalisten-Verband fordert in den nächsten Tarifverhandlungen sechs Prozent mehr Gehalt für freie Journalisten und die rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure von Tageszeitungen. Darauf hat sich der DJV-Vorstand heute in einer "großen Tarifkommission" geeinigt.

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Der Verband werde den laufenden Gehaltstarifvertrag mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und den Tarifvertrag für arbeitnehmerähnliche Freie fristgerecht zum 31. Juli 2013 kündigen.
"Die Anforderungen an die Zeitungsjournalisten wachsen permanent", meint DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. "Damit die Kolleginnen und Kollegen nicht von der Gehaltsentwicklung in Deutschland abgehängt werden, muss nun eine deutliche Anhebung der Gehälter und Honorare erfolgen."
Die Zeitungsverleger sollten nun zügig in die Tarifverhandlungen mit dem DJV und der dju einsteigen, ruft der Verband auf. "Wir halten es für konsequent, zuerst über einen neuen Gehaltstarifvertrag zu sprechen. Das ist das laufende Geschäft", sagt DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring.
Der DJV werde Gespräche über notwendige und sinnvolle Anpassungen im Tarifsystem nicht verweigern. "Die Tarifverträge müssen mit der Arbeitswirklichkeit Schritt halten", fordert Döhring. Deshalb müssten beispielsweise die Onlinejournalisten der Zeitungsverlage integriert werden. "Mit dem Versuch einer bloßen Absenkung der Bedingungen würden die Verleger auch in dieser Tarifrunde scheitern."

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