Anzeigen: Spiegel und Zeit legen kräftig zu

Die frühen Ostertage Ende März, Anfang April haben den Werbemarkt im März deutlich befruchtet. Wie Nielsen meldet, hievte der Monat das bisherige Gesamtjahr von einem Minus von 0,5% auf ein Plus von 0,2%. Einer der großen Profiteure: die Publikumszeitschriften: Lagen sie nach dem Februar noch 8,1% im Minus, beträgt der Rückgang zu 2012 nach dem März nur noch 5,4%. Zu den großen Gewinnern gehört dabei u.a. Der Spiegel, der 12,2% über dem März 2012 lag und wieder am stern vorbei zog.

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Zwar liegt Der Spiegel mit einem Minus von 0,2% nach dem ersten Quartal leicht unter dem Vorjahr, doch schaut man auf die reinen März-Zahlen, so besteht Grund zur Freude: 11,8 Mio. Euro setzte das Magazin dort brutto mit Werbung um – 12,2% mehr als im März 2012. Damit überflügelte es auch wieder den stern, der nach dem Februar noch das Ranking anführte. Der stern gewann im März allerdings nur 2,6% und liegt damit bei einem Quartals-Minus von 11,5%.

Noch deutlicher nach unten geht es für die Bild am Sonntag, die satte 24,0% ihres Brutto-Werbeumsatzes einbüßte und damit nun komplett den Anschluss an das Spitzenduo verloren hat. Von hinten drängen stattdessen schon der Focus und vor allem die Brigitte, die weiterhin über dem Vorjahr liegt. Zu den Gewinnern gehören auf den ersten 25 Rängen zudem die freundin, die Gala, TV Digital, TV Spielfilm und die Hörzu. TV Spielfilm verbesserte sich im März besonders stark und liegt nun bei einem Quartals-Plus von 12,5% – dem besten Wert der Top 25.

Ebenfalls zu den großen März-Gewinnern gehört die Wochenzeitung Die Zeit, die zwar keine Publikumszeitschrift ist, deren Zahlen aber auch auf PZ Online veröffentlicht werden und die wir daher wie den anderen Grenzfall Bild am Sonntag ab sofort auch in unseren Rankings aufführen. Die Zeit verbesserte sich im März um sagenhafte 37,7% und liegt damit bei einem Quartals-Plus von 8,8%.

Auf den Rängen 26 bis 50 gibt es inzwischen sogar elf Titel, die über ihren Vorjahreswerten liegen – auch das ein Zeichen, dass sich die Lage im März erfreulich entwickelt hat. Allerdings besteht nach den früheren Oster-Umsätzen natürlich die Gefahr, dass sich der Markt im April deutlich schwächer als 2012 entwickelt.

Zu den größten Aufsteigern in dieser zweiten Top-50-Hälfte gehören die Landlust, die inzwischen auch beim Werbeumsatz immer weiter nach oben klettert, InTouch und Schöner Wohnen, die allesamt zwischen 15% und 19,% zulegen konnten. Deutlich verloren – nämlich mehr als 20% – haben stattdessen die Apotheken Umschau B, TV Hören und Sehen, Computerwoche und vor allem die Computer Bild, bei der es um 28,2% nach unten ging.

Damit gehört die Computer Bild auch nach absoluten Zahlen zu den großen Verlierern des bisherigen Jahres. Ganz vorn finden sich hier aber vier Umsatz-Giganten: Die Bild am Sonntag büßte 6,86 Mio. Euro ein, der stern 3,52 Mio., der Focus 2,63 Mio. und die rtv-Ausgabe West 2,25 Mio.

Die Gewinner-Top-Ten führt hingegen nun Die Zeit an, die ebenso wie TV Spielfilm, Gala und Schöner Wohnen mehr als 1 Mio. Euro gegenüber 2012 hinzu gewann.

Bei den Neulingen heißt die Nummer 1 weiterhin Closer: Mit 2,02 Mio. Euro liegt das People-Magazin im Gesamt-Ranking immerhin schon auf Platz 82. Knapp dahinter folgt Cover mit 1,98 Mio. Euro. Über die Mio.-Marke sprang zudem noch Loox.

Wie immer muss an dieser Stelle noch erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht als solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Titel und den Werbedruck sind sie dennoch.

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