Yahoo-Quartal: Dämpfer für Marissa Mayer

Erste Rückschläge bei den Turnaround-Bemühungen von Marissa Mayer: Nach Handelsschuss gab Online-Pionier Yahoo Geschäftsdaten für das abgelaufene Quartal bekannt, die bei Anlegern glatt durchfielen. Grund: Yahoo setzte weniger um als von Analysten erwartet. Vor allem das Werbegeschäft gab deutlich nach. Der Gewinn legte zwar um mehr als ein Drittel zu, das Plus war jedoch Entlassungen und der Beteiligung an Alibaba geschuldet. Anteilsscheine von Yahoo verlieren nachbörslich fünf Prozent.

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Erste Rückschläge bei den Turnaround-Bemühungen von Marissa Mayer: Nach Handelsschuss gab Online-Pionier Yahoo Geschäftsdaten für das abgelaufene Quartal bekannt, die bei Anlegern glatt durchfielen. Grund: Yahoo setzte weniger um als von Analysten erwartet. Vor allem das Werbegeschäft gab deutlich nach. Der Gewinn legte zwar um mehr als ein Drittel zu, das Plus war jedoch Entlassungen und der Beteiligung an Alibaba geschuldet. Anteilsscheine von Yahoo verlieren nachbörslich fünf Prozent.

Startschuss zur turnusmäßigen US-Quartalssaison: Wieder einmal müssen Amerikas Vorzeige-Tech- und Internet-Konzerne vor ihren Investoren Rechenschaft für den abgelaufenen Dreimonatszeitraum ablegen.

Den Anfang machte nach Handelsschluss an der Wall Street Yahoo. Der Internet-Pionier, der seit vergangenem Sommer von der früheren Google-Managerin Marissa Mayer geführt wird, musste vor Aktionären dabei allerdings eine Enttäuschung eingestehen: Die Geschäfte entwickelten sich nicht ganz so, wie von Investoren erhofft.

Erlöse von Display Ads brechen ein

So gingen die Konzernerlöse leicht von 1,10 Milliarden Dollar auf 1,07 Milliarden Dollar zurück. Die befragten Wall Street-Analysten hatten unterdessen mit Umsätzen in Höhe von 1,11 Milliarden Dollar gerechnet. Schuld am Erlösrückgang hatte maßgeblich das kriselnde Werbegeschäft mit grafischen Anzeigen (Display Ads), das um 11 Prozent auf 402 Millionen Dollar einbrach.

Die Erlöse durch das Anzeigengeschäft bei der Internetsuche – der Domäne von Marissa Mayer – zog leicht um 6 Prozent auf 409 Millionen Dollar an, konnte aber die Rückgänge nicht ausgleichen. Analysten hatten mit Werbeumsätzen bei der Schlagwortsuche von 432 Millionen Dollar gerechnet.

Aktie verliert 5 Prozent

Unterm Strich zogen die Gewinne deutlich auf 390 Millionen Dollar oder 38 Cent je Aktie an (nach 24 Cent im Vorjahreszeitraum), was allerdings vor allem dem strikten Sparkurs Mayers inklusive zahlreichen Kündigungen geschuldet war. Auch die Beteiligung am chinesischen Internet-Giganten Alibaba zahlten sich weiter aus.

„Ich bin zufrieden mit unserer Performance im ersten Quartal“, erklärte Mayer im begleitenden Pressestatement. Anleger sahen das unterdessen anders und schickten die Yahoo-Aktie im nachbörslichen Handel um 5 Prozent nach unten.

Ob das ein Signal für die Geschäftsentwicklung anderer Tech- und Internetkonzerne war, bleibt abzuwarten. In den kommenden Tagen berichten eBay, Microsoft und Google über ihre Quartalsbilanz.

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