Talfahrt: Apple-Aktie fällt unter 400 Dollar

Der bemerkenswerte Börsenabsturz von Apple gewinnt weiter an Dynamik. Die Aktie des ehemals wertvollsten Konzerns der Welt brach gestern um sechs Prozent ein und unterschritt dabei sogar erstmals seit 2011 wieder die 400-Dollarmarke. In den vergangenen sieben Monaten hat sich die Apple-Aktie fast halbiert und dabei unglaubliche 290 Milliarden Dollar Börsenwert vernichtet. Anleger rechnen bei den Quartalszahlen kommende Woche mit einem Debakel.

Anzeige

Der bemerkenswerte Börsenabsturz von Apple gewinnt weiter an Dynamik. Die Aktie des ehemals wertvollsten Konzerns der Welt brach gestern um sechs Prozent ein und unterschritt dabei sogar erstmals seit 2011 wieder die 400-Dollarmarke. In den vergangenen sieben Monaten hat sich die Apple-Aktie fast halbiert und dabei unglaubliche 290 Milliarden Börsenwert vernichtet. Anleger rechnen bei den Quartalszahlen kommende Woche mit einem Debakel.

Wer hoch fliegt, fällt umso tiefer: Als wollte Apple nach vielen erfolgreichen Jahren an der Börse beweisen, dass die Gesetze der Schwerkraft doch nicht außer Kraft gesetzt sind, befindet sich das Papier des einst wertvollsten Konzerns der Welt seit rund einem halben Jahr im freien Fall.

Und ein Boden ist nicht in Sicht. In einer rasanten Verkaufswelle wurde die Apple-Aktie gestern erstmals seit Ende 2011 wieder unter die Marke von 400 Dollar gedrückt. Zuvor hatte das bisherige Jahrestief bei 420 Dollar, das im Vorjahr den Beginn des steilen Anstiegs bildete, wochenlang gehalten. Einmal unterschritten, brach die Aktie komplett weg. Seit Januar liegt das Papier um mehr als 20 Prozent hinten, seit den Allzeithochs im vergangenen September hat Apple mehr als 43 Prozent an Wert eingebüßt.

Cirrus- und Intel-Quartalszahlen als Vorboten

Die Gründe für den jüngsten Kursrutsch fanden Anleger in den schlechten Quartalszahlen des vorangegangenen Abends, die als Vorboten für Apples eigene Bilanz kommende Woche gesehen werden. Chip-Hersteller Intel vermeldete gestern einen Gewinneinbruch von satten 34 Prozent und warnte auch vor schwachen Geschäften im laufenden Quartal.

Schwerwiegender jedoch für Apple: Chip-Zulieferer Cirrus hatte gestern überraschend eine Gewinnwarnung abgegeben und dabei darauf verwiesen, dass sich Lagerbestände eines Massenprodukts angesammelt hätten. Anleger gingen dabei von iPhones bzw. iPads  aus, über deren geringere Nachfrage seit Monaten spekuliert wird.

Daumen nach unten: Analysten rechnen bei Apple längst mit dem Schlimmsten

Zahlreiche Banken hatten in den vergangenen Tagen bereits vor einer Quartalsenttäuschung bei Apple gewarnt und ihre Prognosen deutlich nach unten angepasst. So rechnet der Durchschnitt der befragten Volkswirte wegen des anhaltenden Margendrucks mit einem Gewinneinbruch von happigen 18 Prozent im abgelaufenen März-Quartal. Es ist Apples erster Gewinnrückgang seit knapp einem Jahrzehnt.

Doch das ist noch nicht alles. Analysten sind vor allem über die laufenden Geschäfte besorgt. So warnte selbst Gene Munster von Piper Jaffray vor einem enttäuschenden Ausblick aufs Juni-Quartal und korrigierte bei der Gelegenheit das Kursziel bereits zum dritten Mal in wenigen Monaten nach unten.

An der Börse von Nokia und Blackberry abgehängt

Wie schlecht Apples Quartalszahlen und der Ausblick tatsächlich ausfallen, werden Anleger nächsten Dienstag nach Handelsschluss erfahren. Die drastischen Abverkäufe von gestern machen klar: Anleger machen sich bei Apple auf neue Negativüberraschungen gefasst.

An der Börse tendierte Apple in diesen Tagen weiter wie eine der schlechtesten Aktien des Jahres und wird selbst von den angeschlagenen Smartphone-Rivalen Blackberry und Nokia inzwischen klar abgehängt – was für einen Unterschied ein halbes Jahr machen kann.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige