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Scout24: Bertelsmann und Springer winken ab

Die große deutsche Medienlösung bleibt wohl aus: Wie das Manager Magazin berichtet, sind sowohl Springer als auch Bertelsmann aus den Telekom-Verhandlungen um eine Beteiligung oder Komplett-Übernahme der Scout24-Gruppe ausgestiegen. Wahrscheinlichste Lösung ist nun, dass ein Finanzinvestor sich an dem Rubriken-Geschäft des Telekommunikations-Riesen beteiligt. Ein Mediendeal soll an den zu hohen Preisvorstellungen des Telekom-Finanzchef Timotheus Höttges gescheitert sein.

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Bereits auf der Bilanz-PK vor rund zwei Monaten hatte Springer-CEO Mathias Döpfner verklausuliert sein Interesse an Autoscout24, Immobilienscout24 & Co. bekundet. Allerdings hatte der Manager auch gesagt, dass er die Forderung von zwei Milliarden Euro, die als Kaufpreis im Raum standen, für viel zu hoch erachte. Zu Springer mit seiner aggressiven Expansionsstrategie im Bereich der Online-Rubrikenmärkte hätte die Akquisition jedoch bestens gepasst.

Wie das Manager-Manager in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe berichtet, hatte offenbar auch Bertelsmann ein gesteigertes Interesse an der Telekom-Tochter. CEO Thomas Rabe soll sogar persönlich mit Telekom-Boss René Obermann verhandelt haben. Allerdings soll Rabe die Verhandlungen jüngst abgebrochen haben.

Schätzungen zufolge soll die Telekom-Tochter zuletzt 350 Millionen Euro umgesetzt haben. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag dabei bei rund 80 Millionen Euro.

Nach dem Scheitern der Verkaufsverhandlungen wird laut MM ein Teilverkauf an einen Finanzinvestor nun immer wahrscheinlicher. Ein solcher Partner könnte beispielsweise einen Anteil von 25 Prozent übernehmen. In einem zweiten Schritt würde dann immer noch der Verkauf der ganzen Gruppe ausstehen. Wer dieser Investor sein könnte, ist allerdings noch unklar.

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