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Samsung zahlte für anonymes HTC-Bashing

Größter Handybauer der Welt, ein Rekordquartal nach dem anderen: Samsung geht es prächtig. Doch nun wird das Bild vom Erfolgskonzern getrübt. Wie britische Medien berichten, haben die Koreaner Studenten dafür bezahlt, negative Kritik über den Konkurrenten HTC im Internet zu verbreiten - und gleichzeitig Samsung-Produkte zu loben. Dem Unternehmen droht nun eine Geldstrafe. In einer öffentlichen Erklärung zeigt sich der IT-Riese reichlich reumütig.

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Eigentlich geht von HTC keine Gefahr aus für den Mobil-Riesen: Nach Jahren ohne nennenswerte Erfolge versucht der taiwanesische Konzern, mit dem HTC One wieder Boden gut zu machen. Der Marktanteil liegt bei nur 4,5 Prozent im Smartphone-Segment. Samsung und Apple hingegen machen zusammen die Hälfte aller Umsätze auf dem Smartphone-Markt.
Doch offenbar greift Samsung gerne in den Giftschrank, um der Konkurrenz zu schaden. Laut der BBC engagierte der Konzern Studenten, die sich im Web negativ über HTC-Produkte äußern und in diesem Zusammenhang Samsung loben sollten – natürlich anonym. Dieser Schwindel flog nun auf.
Der Konzern entschuldigte sich. Es handle sich um einen “unglücklichen Vorfall”, der gegen die Statuten des Unternehmens verstoße. Auf Facebook erklärte man, dass man künftig alle “Marketing-Aktivitäten” einstellen werde, die das Publizieren von anonymen Kommentaren erfordern. Die Erklärung im Wortlaut (Übersetzung via Giga.de):
"Samsung Electronics bleibt dabei, sich mit ehrlicher und transparenter Kommunikation gegenüber Kunden zu engagieren, so wie es die Richtlinien der Firma in der Online-Kommunkation vorgeben. Wir haben alle Angestellten von Samsung Electronics dazu aufgefordert, unseren Richtlinien weltweit treu zu bleiben.
Der jüngste Vorfall war unglücklich und entstand durch missverständliche Kommunikation über diese fundamentalen Prinzipien.
Samsung Electronics Taiwan (SET) hat alle Marketing-Aktivitäten eingestellt, die mit den anonymen Kommentaren in Verbindung stehen und will sicherstellen, dass alle SET-Online-Marketing-Aktivitäten mit den Firmen-Richtlinien zur Online-Kommunikation übereinstimmen.
Wir bedauern die aufgetretenen Unannehmlichkeiten, die durch diesen Vorfall verursacht wurden. Wir werden weiterhin verstärkt bei der Ausbildung unserer Angestellten darauf achten, um ein erneutes Auftreten solcher Umstände zu verhindern."
Den Koreanern droht nun eine Geldstrafe von bis zu 835.000 Dollar. Angesichts eines jüngsten Quartalgewinns von 3,6 Milliarden Dollar sind das nur Peanuts.

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