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FAZ, SZ & Co. mit Auflagen-Minus

Die Tendenz bei den Auflagen aller überregionalen Qualitätszeitungen geht nach unten: Bevor die IVW am kommenden Freitag offiziell die Zahlen für das erste Quartal nennt, verrät die FAZ alle wichtigen Daten für die hauseigenen Titel und die wichtigsten Konkurrenten. So verzeichneten die Frankfurter selbst ein Minus von 4,7 Prozent. Die FAS verlor 1,3 Prozent. Die Verluste bei der Süddeutschen sollen bei 2,6 Prozent liegen. Das Handelsblatt konnte dagegen seine Gesamtauflage auf 140.728 Stück steigern.

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Für einen gewissen Hoffnungsschimmer in den Verlagsführungen dürften die Steigerungsraten bei den E-Paper-Ausgaben sorgen. So verzeichnete die FAZ einen Zuwachs von 88,9 Prozent auf 17.219 Exemplaren. Die elektronische Zeitung der Süddeutschen Zeitung konnte 45,6 Prozent gewinnen und kommt nun auf 17.357 Käufer. Das Plus der Welt in diesem Bereich liegt bei 24,3 Prozent (4320 Stück). 
In der Gesamtauflage kam die Frankfurter Allgemeine Zeitung im ersten Quartal 2013 auf 338.478 Exemplare. Ein Grund für die Verluste ist die Reduzierung der sonstigen Verkäufe und der Bordauflage um jeweils fast elf Prozent. 
Auch für die Frankfurter Rundschau reduzierte die Frankfurter Sozietät die sonstigen Verkäufe um 90 Prozent und die Bordexemplare um mehr 30 Prozent. Im Gesamtverkauf kommt die FR auf 87.136 Exemplare, was einem Minus von 29,4 Prozent entspricht. Die positive Nachricht bei der Rundschau ist, dass die Abozahlen recht stabil bei 67.568 Stück gehalten werden konnten. Einen gewissen Effekt dürften hier auch noch die vielen Solidaritätsabos machen, die von treuen FR-Lesern zur Unterstützung der insolventen Zeitung abgeschlossen wurden. 
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Die Auflage der SZ liegt nun bei 420.377 Exemplaren. Die Verkäufe von Welt und Welt kompakt, die beide nur zusammen ausgewiesen werden sank um 8,4 Prozent auf 229.137 Stück.8
Zu den Auflagen-Verlierern gehören nun auch die Sonntagszeitungen: Sie galten bislang als recht krisensicher. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung muss ein Minus um 1,3 Prozent, auf nun 347.249 Exemplare, verkraften. Die Welt am Sonntag/kompakt fiel um 0,6 Prozent auf 402.708. 
Als die Gewinner unter den Angeboten im Zeitungsformat dürften bislang die Zeit und das Handelsblatt gelten. Die Wochenzeitung erzielte – nach eigenen Angaben – eine „historische Rekordmarke“. Die Düsseldorfer erzielten ein Plus von  drei Prozent. Laut FAZ-Bericht kommt die Wirtschaftszeitung auf einen Gesamtverkauf von 140.728 Stück. Als Grund für die Zuwächse gelten zum einen Kauf der Abonnentendatei Ende 2012 eingestellten Financial Times Deutschland. Wie viele ehemalige FTD-Leser sich nun regelmäßig das Handelsblatt zustellen lassen, ist jedoch noch nicht bekannt.
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