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Peer Steinbrück ist plötzlich Facebook-König

Alles für die Kanzlerschaft: Peer Steinbrück brennt in diesen Tagen ein wahres mediales Feuerwerk ab. Auf dem Parteitag in Augsburg gab sich der Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten kämpferisch. Dafür, dass die Botschaft auch im Web ankommt, sorgt sein Social Media-Team, das immer umtriebiger postet und twittert. Die Berliner Agentur Goldmedia will nun anhand eines Interaktions-Index festgestellt haben, dass der 66-Jährige auf Facebook so aktiv ist wie kein anderer deutsche Politiker.

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Der Abstand ist niederschmetternd: Je nach Meinungsforschungsinstitut liegt die SPD in der Sonntagsfrage zur nächsten Bundestagswahl aktuell zwischen 23 und 27 Prozent – weit abgeschlagen hinter Bundeskanzlerin Merkel, deren CDU zwischen 39,5 und 42 Prozent taxiert wird.

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück muss also etwas tun – und zwar dringend. Entsprechend wenig überrascht es, dass der gebürtige Hanseat in den sozialen Medien die 180-Gradwende vollzogen hat. Im Herbst vergangenen Jahres sprach Steinbrück noch wenige Tag vor seiner Kür zum Kanzlerkandidaten den verhängnisvollen Satz: „Ich werde nicht twittern“.     

Steinbrücks 180-Grad-Wende: Plötzlich doch auf Twitter und Facebook aktiv

Steinbrücks Begründung klang plausibel: „Die meisten Leute würden sagen, das tut er jetzt nur, weil da ein magisches Datum im September nächsten Jahres ist." So kam es denn auch, als nur zehn Wochen später die 180-Grad-Wende vollzogen wurde. "Hier twittert das Team von SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück – und ab und zu er selbst", gab der Merkel-Herausforderer ab Mitte Dezember auf seinem Twitter-Account zu.

Doch das ist nicht der einzige Kanal sozialer Medien, den Steinbrück befüllt. Synchron zum Twitter-Start wurde auch die Facebook-Präsenz des SPD-Kanlerkandidaten kräftig aufgemöbelt. Vor der Kandidatenkür war die Facebook-Seite relativ verwaist – Steinbrück zählte kaum mehr als 5000 Fans.

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Steinbrück im Interaktions-Index weit vorne

Inzwischen sind es immerhin 21.600 – und die werden nach den klassischen Social Media-Spielregeln bestens bei Laune gehalten. Das findet zumindest die Berliner Agentur Goldmedia, die einen Interaktions-Index erstellt hat. Ergebnis: Peer Steinbrück ist auf dem weltgrößten sozialen Netzwerk am aktivsten.  

Zwar kann sich Bundeskanzlerin Merkel mit 240.000 Fans über mehr als den zehnfachen Nutzerzulauf freuen, doch interagiert Merkel weniger mit ihren Fans als ihr Herausforderer von der SPD. Goldmedia verleiht Steinbrück im Interaktions-Index die Bestmarke 10, gefolgt von Claudia Roth (7). Angela Merkel kommt gemeinsam mit Horst Seehofer, Hannelore Kraft (SPD) und Renate Künast auf einen Index-Wert von 4.

Einen wirklich persönlichen Zugang zum Kandidaten Steinbrück bietet seine Facebook-Präsenz indes auch nicht: Nutzer finden in allererster Linie bildreich angerissene Postings, die auf Pressemeldungen auf der Webseite der SPD verweisen.

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