New York Times räumt bei Pulitzer Preis ab

Die New York Times darf sich freuen: Die Zeitung gewann vier der diesjährigen renommierten Pulitzer-Preise. In den Kategorien "investigative Berichterstattung", "erklärende Berichterstattung", "internationale Berichterstattung" und "Feature" ging die Auszeichnung an die Traditionszeitung. Sie blieb damit auch das einzige Medium, das in diesem Jahr mehr als einen Preis gewinnen konnte. Auch das viel gelobte Digital-Projekt "Snow Fall" wurde mit einem Pulitzer-Preis ausgezeichnet.

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In der Begründung für den Preis für das besten Feature an John Branch heißt es, sein Beitrag sei geschickt durch multimediale Elemente erweitert worden. Branch und seine Zeitung erhielten die Auszeichnung für das viel beachtete Werk "Snow Fall", das auch die Siegerin des MEEDIA Essay-Wettbewerb, Verena Töpper, zum Thema machte. Bei "Snow Fall" geht es um die multimediale Aufarbeitung eines Lawinen-Unglücks, bei der alle Register der digitalen Erzählkunst gezogen werden.
Für den Investigativ-Preis, den die NYT erhielt, sind David Barstow und Alejandra Xanic von Betrab verantwortlich. Sie berichteten über Bestechungen durch Wal-Mart in Mexiko. Ihre Kollegen bekamen den Preis für das beste Erklärstück über die Geschäftspraktiken von Apple und anderen Technologie-Unternehmen. David Barboza sicherte der New York Times die Auszeichnung in der Kategorie "Internationale Berichterstattung" durch seine Beiträge zu Korruption in der Chinesischen Regierung. 
Der Preis für die beste "Breaking News"-Berichterstattung ging hingegen an die Denver Post. Ausgezeichnet wurde sie für ihre Arbeit über die Schießerei in einem Kino in Aurora. Das Wall Street Journal, genauer ihr Autor Bret Stephens, wurde für die besten Kommentare ausgezeichnet. Die Jury hob hier Stephens Texte zur US-Außen- und Haushaltspolitik hervor.
Den Preis für die besten Kritiken bekam Philip Kennicott von der Washington Post, die Auszeichnung für die besten Editorials Tim Nickens und Daniel Ruth von der Tampa Bay Times. Die Jury schreibt, die beiden Autoren hätten mit ihren Beiträgen dazu beigetragen, den Stopp der Fluor-Anreicherung von Wasser bei 700.000 Einwohnern im Einzugsbereich der Zeitung rückgängig zu machen. 
Für seine Karikaturen ausgezeichnet wurde Steve Sack vom StarTribune. Der Preis für die besten aktuellen Bilder wurde verliehen an Rodrigo Abd, Manu Brabo, Narciso Coutreras, Khalil Hamra und Muhammed Muheisen von AP für ihre Fotografien aus dem Krieg in Syrien. Den Preis für die Feature-Fotografie ging an Javier Manzano von AFP. Auch er wurde für ein Bild aus Syrien ausgezeichnet.
Die Auszeichnung in der Rubrik "Public Service" ging an die Sun Sentinel aus Fort Lauderdale. Das Medium berichtete über Amtsmissbrauch und unangemessenes Verhalten von Polizisten außerhalb der Dienstzeit. Die Recherchen führten zu Disziplinarverfahren. Konsequenzen hatte auch die Berichterstattung des Star Tribune, die in der Rubrik "Lokale Berichterstattung" ausgezeichnet wurde. Brad Schrade, Jeremy Olson und Glenn Howatt schrieben über Todesfälle von Säuglingen in Tagesstätten. In diesem Fall wurden die gesetzlichen Vorschriften verschärft.
Für Nationale Berichterstattung wurden Lisa Song, Elizabeth McGowan und David Hasemyer von inside climate news ausgezeichnet. Sie berichteten für die non-profit Nachrichtenorganisation, die sich mit Klimawandel und regenerativen Energien befasst, über fehlerhafte Regulierungen bei nationalen Pipelines in den USA.
Die Liste mit allen Preisträgern gibt es hier.

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