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„Zu viel“: miese Kritiken für Facebook Home

Es ist die App, die aus jedem Android-Smartphone ein Facebook-Phone machen soll: Home soll das Social Networks zum Mittelpunkt auf Smartphones machen. Seit einer Woche können Nutzer die Anwendung kostenlos im Google-Play-Store herunterladen. Doch die anfängliche Euphorie ist schlechten Kritiken gewichen. Tatsächlich bewerten Nutzer die App weitaus schlechter als die vielfach kritisierte native Facebook-App. Viele Nutzer erklärten, die Sofware schon nach wenigen Stunden wieder deinstalliert zu haben.

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Kein guter Start für Home: Die Bewertungen für die neue Software des weltgrößten Social Networks sind noch schlechter als bei der originären Facebook-App für Android. Diese war zum Leidwesen vieler Nutzer bis zuletzt fehlerbehaftet und macht weniger durch einfache Handhabung als durch lange Ladezeiten und Abstürze auf sich aufmerksam. Bekam die Facebook-Anwendung noch die Note 3,6 schafft es Home gerade einmal auf 2,3 von fünf Punkten.
Nutzer beklagen unter anderem den Overkill an Facebook-Informationen. “Es war einfach zu viel”, schreibt ein User. “Es wäre besser, wenn nur der Lockscreen Facebook-Meldungen wiedergeben würde.” Anderen Nutzer missfällt, dass die Anwendung einen Großteil der bereits installierten Apps verschwinden lässt.
Das liegt in der Natur der Software. Schließlich handelt es sich bei Home um einen sogenannten “Launcher”. Das bedeutet: Die Anwendung übernimmt die Oberhand über das System und filtert alles heraus, was vom Facebook-Erlebnis ablenken könnte. Der Nutzer hat die Möglichkeit, seine Liebligs-Apps in den Launcher zu integrieren. Auf die bekommt er Zugriff, indem er mit den Fingern auf dem Display nach oben wischt. Hierbei handelt es sich allerdings um eine eingeschränkte Auswahl. Die restlichen Anwendungen sind auf einem weiteren Homescreen abgelegt und dadurch etwas umständlicher anzusteuern.
Andere Nutzer erteilen der App keine direkte Absage. Allerdings sei die Anwendung nur für Nutzer geeignet, die sich zu Hardcore-Facebookern zählen würden. Abzüge in der Bewertung gab es außerdem für mangelnde Privatsphäre-Einstellungen im Vergleich zur Desktop-Version und das Einblenden von Top-Meldungen anstelle der aktuellen Facebook-Einträge von gelikten Seiten und Freunden.
Auch die Strategie des Social Networks, nur mit ausgewählten Android-Smartphones kompatibel zu sein, stößt auf wenig Gegenliebe in der Android-Community. Zum Start unterstützen nur das HTC One X, das HTC One X+, das Samsung Galaxy S3 und das Samsung Galaxy Note 2 die Anwendung. Versionen für das neue HTC One und das Samsung Galaxy S4  sowie eine Tablet-App sind geplant. Nutzer beklagen zudem, dass Home nicht unter Android 2.3 nicht funktioniert. Tatsächlich läuft ein Großteil der Android-Geräte noch nicht mit der aktuellsten Version 4.2.3. Home selbst erfordert mindestens Android 4.

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